23.01.2018, 12:00 Uhr

Neos haben Pläne für Kassenärzte im Bezirk Kufstein

Gesundheits- und Sozialsprecher Gerald Loacker und Neos Spitzenkandidatin für den Bezirk Kufstein Franziska Schumi fordern unter anderem eine Attraktivierung des Berufes "Kassenarzt".
KUFSTEIN (bfl). Wenn eine Abwanderung aus dem ländlichen Bereich stattfinde, dann müsse man sich darüber Gedanken machen. Dies betreffe auch das Thema medizinische Versorgung, sagt die Neos Spitzenkandidatin für den Bezirk Kufstein, Franziska Schumi.
“Ich bin aus Kärnten weggezogen, weil es für mich dort nicht attraktiv schien und ich nicht jene Chancen hatte, die ich in Tirol habe. Wenn man jedoch nicht möchte, dass alle in nach Innsbruck ziehen, dann müssen bestimmte Faktoren gegeben sein,” sagt die 33-Jährige.
In der medizinischen Versorgung, so Schumi, laufe ganz offensichtlich etwas schief. Als Beispiel nennt sie die Situation hinsichtlich der mangelnden Anzahl an Frauenärzten mit Kassenvertrag im Bezirk Kufstein. Von sechs Frauenärzten im Bezirk sind nur zwei Kassenärzte. Momentan seien allein in Tirol sieben Hausarzt- und zwölf Facharztstellen zu besetzen.
Der Neos Nationalratsabgeordnete sowie Gesundheits- und Sozialsprecher Gerald Loacker will eine Verbesserung der Situation durch gezielte Maßnahmen erreichen. Er fordert, dass Zusatzpensionen, privilegierte Beamtenkassen, überbordende Strukturen und Doppelgleisigkeiten innerhalb der Versicherungen in den Hauptverbänden abgeschafft werden sollen. Dadurch könnten auch angemessene Honorare für Kassenärzte finanziert werden, um so den Beruf attraktiver zu machen.
Zudem müsse, so Loacker, der Beruf des Arztes flexibilisiert werden. Dabei verweist er auf das Problem, dass vielen Ärztinnen, die auf Grund von Familienplaung und Mutterschaft,in Teilzeitbeschäftigung gehen wollen, nur wenige Möglichkeiten offenstehen. Zumeist sei eine Teilzeitbeschäftigung nur in Krankenanstalten möglich. Die "Teilung" von Kassenarztstellen sei für Loacker keine allumfassende Antwort auf das Problem.
“Die Sozialversicherungen müssen in ihrem Apparat sparen, nicht bei den Patienten. Das Geld muss bei den Ärzten und Patienten ankommen und darf nicht am Weg dorthin versickern” , sagt Loacker abschließend. 

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