17.05.2017, 09:00 Uhr

ÖBB, VVT und Tourismus machen Gästekarte zu Fahrkarte

Die Projektpartner freuen sich über die Umsetzung: Nicole Saxer, Verkehrsverbund Tirol Gmbh, Max Salcher, Kitzbüheler Alpen – Brixen – Kirchberg – Westendorf, Klaus Garstenauer, ÖBB Personenverkehr-AG, Gernot Riedel, Kitzbüheler Alpen – St. Johann in Tirol, Stefan Astner, Kitzbüheler Alpen – Ferienregion Hohe Salve, Armin Kuen, Tourismusverband PillerseeTal-Kitzbüheler Alpen, Florian Phleps, Tirol Werbung (v.l.).

Zwischen Kirchbichl – Wörgl – Hochfilzen können Urlauber nun die S-Bahn mit ihrer Gästekarte nutzen.

WÖRGL (bfl). Die ÖBB, der Verkehrsverbund Tirol (VVT) und vier Tourismusverbände der Region haben gemeinsam ein Projekt realisiert, das das Angebot für Gäste in Tirol noch attraktiver machen soll. Zwischen den Bahnhöfen von Kirchbichl, Wörgl und Hochfilzen können Urlauber von nun an mit einer gültigen Gästekarte die S-Bahn nutzen. Die Gästekarte wird somit zur Fahrkarte umfunktioniert. Das Projekt ist nicht nur innovativ, es ist eine Premiere in Österreich und in Tirol. Nirgendwo anders gibt es dieses Angebot auf einer derart langen Bahnstrecke. Auf 66 Kilometern erstreckt sich das angebotene Verkehrsnetz für die Gäste, die in 18 Bahnhöfen Zugang zu 60 S-Bahnen oder REX-Zügen sowie 14.000 Sitzplätzen haben. Das neue Konzept soll den Gast dazu verleiten, das Auto stehen oder im besten Fall ganz zu Hause zu lassen.
Finanziert wird das Projekt durch die Einhebung der Aufenthaltsabgabe im Zuge der Übernachtung in einem der zwanzig Orte der Kitzbüheler Alpen Tourismusverbände Ferienregion Hohe Salve, Kitzbüheler Alpen – Brixental, Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol und der PillerseeTal-Kitzbüheler Alpen.

Botschaft nach außen
Die Kooperation zwischen Bahn, VVT und den Tourismusverbänden ist deswegen so besonders, weil sie regionsübergreifend ist. "Der Gast denkt nicht in Regionsgrenzen", sagt Armin Kuen vom TVB Pillerseetal. Man müsse auch das Angebot regionsübergreifend gestalten. Deswegen sei es ein "grenzenloses Ticket im wahrsten Sinne des Wortes", meint Gernot Riedel vom TVB Kitzbüheler Alpben – St. Johann in Tirol.
Es sei auch eine "Botschaft nach außen", sasgt Stefan Astner, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Kitzbüheler Alpen – Ferienregion Hohe Salve: Man brauche als Gast auch in Tirol kein Auto und sei auch vor Ort mobil. Ansprechen möchte man damit vor allem Gäste, die aus Ballungszentren kommen und auf Grund des gut ausgebauten Verkehrsnetzes zu Hause keinen Führerschein besitzen. Ein erklärtes Ziel für die Zukunft sei auch, die Anreise mit der Bahn nach Tirol bis 2020 auf zehn Prozent zu steigern, sagt Florian Phleps, Prokurist der Tirol Werbung. Deswegen gibt es seit 2012 das Projekt "Tirol auf Schiene" – eine einzigartige Kooperation zwischen Tirol Werbung, ÖBB sowie den Eisenbahngesellschaften der Nachbarländer. Man will mit dem Projekt gemeinsam mehr Menschen für umweltfreundliche Mobilität in Tirol begeistern.
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