17.11.2017, 10:09 Uhr

Stabsarbeit für Gemeinden im Katastrophenfall

Das Interesse an der Schulung für Gemeindeeinsatzleitungen für den Bezirk Kufstein war wieder groß: An zwei Tagen absolvierten 62 TeilnehmerInnen das zweite Modul der Ausbildungsreihe. (Foto: Land Tirol)

Ausbildung für Gemeinde-Einsatzleitungen im Bezirk Kufstein geht in die nächste Runde.

BEZIRK (red). Im vergangenen Jahr startete das Land Tirol eine Schulungsreihe für die Mitglieder der Gemeinde-Einsatzleitungen. 29 der 30 Gemeinden im Bezirk Kufstein nahmen mit 62 Personen am zweiten Modul „Stabsarbeit“ teil. Das bezirksweise organisierte Schulungsprogramm umfasst in Summe fünf Einheiten.

„Die Zahlen zeigen: Das Bewusstsein der Gemeinden für das Katastrophenmanagement ist hoch“, bedankt sich Zivil- und Katastrophenschutzreferent LHStv Josef Geisler für die zahlreiche Teilnahme an der Schulung. Diese soll den Mitgliedern der Gemeinde-Einsatzleitungen das Rüstzeug für den Ernstfall geben. Gerade im heurigen Sommer habe es zahlreiche kritische Situationen gegeben. „Jeder muss wissen, wo sein Platz ist und was er zu tun hat, wenn eine Katastrophe passiert. Das gilt nicht nur für die Einsatzkräfte, sondern auch für die Mitglieder der Gemeinde-Einsatzleitung“, so Geisler.

Aufgabe einer Gemeinde-Einsatzleitung ist es, die Behörde  – also Bürgermeister, BH oder Landeshauptmann – bei der Abwehr und Bekämpfung von Katastrophen zu unterstützen. Einsatzleiter ist im Normalfall der Bürgermeister. Dieser wird durch einen Stab mit Personen unterstützt, denen klar definierte Aufgabenfelder zugeteilt sind. „Hier geht es um die Darstellung und Beurteilung der Situation genauso wie um die Bereitstellung von Gerätschaften, den Informationsaustausch oder die Information der Öffentlichkeit“, erläutert Bettina Wengler von der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz.

Das Ausbildungsprogramm des Landes bietet den Gemeindeverantwortlichen eine Reihe praktischer Tipps. „Sich bereits im Vorfeld Gedanken über geeignete Räumlichkeiten zu machen, in denen alle kompakt und gut zusammenarbeiten können, zahlt sich aus“, weiß Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale in der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz. Wichtig ist auch, dass der Stützpunkt der behördlichen Einsatzleitung über die notwendige technische Ausstattung verfügt.
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