10.02.2017, 13:41 Uhr

Stadtfest wird wieder ein Fest der Wörgler Vereine

Die Stadt strebt ein Zurückkehren zu einem "entschleunigten" Fest für Wörgler und Wörgler Vereine an.

Kein "Back to the Roots", aber eine Rückkehr zu einem "entschleunigten" Vereinsfest für alle plant die Stadt für das Wörgler Stadtfest 2017.

WÖRGL (bfl). Viele Gerüchte und Mutmaßungen um die Zukunft des Stadtfestes Wörgl und dessen Neuausrichtung hatten in den letzten Wochen hinter vorgehaltener Hand die Runde gemacht. Dem wollte die Bürgermeisterin Hedi Wechner ein Ende setzen und lud zu einer Pressekonferenz in das Stadtamt. "Das Stadtfest findet statt und es findet am 8. Juli 2017 statt", meinte Hedi Wechner zu Beginn. Gemeinsam mit der Stadtamtsdirketorin Simone Riedl, der Kulturreferentin Gabi Madersbacher und Vizebürgermeister Mario Wiechenthaler, präsentierte die Bürgermeisterin den groben Fahrplan für Stadtfest 2017. Die Kernaussage dabei war ein angestrebtes Zurückkehren zu einem Fest für Wörgler und Wörgler Vereine.

Arbeitsgruppe plant Fest für alle
Im Vorlauf zum heurigen Stadtfest wurde eine Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Mario Wiechenthaler installiert, welche bereits dreimal zusammengekommen ist. Grundsätzlich werde das Stadtmarketing aus haftungsrechtlichen Gründen beim Wörgler Stadtfest involviert sein, meinte die Stadtamtsdirektorin, Simone Riedl, welche interimistisch als Geschäftsführerin des Stadtmarketings installiert wurde, um die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Der operative Part des Stadtfestes wird durch die Steuerungsgruppe erarbeitet und geleitet.
"Es soll ein Stadtfest der Quartiere werden", meint Kulturreferentin Madersbacher, die auch in der Arbeitsgruppe ist. "Wir wollen, dass jeder beim Stadtfest auf seine Kosten kommt." Seien dies nun Junge, Leute des mittleren Alters, die älteren Leute oder Familien.

Verzicht auf Gewerbestände
Zu dem neuen Konzept für 2017 gehört vor allem der Verzicht auf Gewerbetreibende. Das Wegfallen von Schmuck- und Kleidungsständen bedeutet aber gleichzeitig für die Organisatoren eine geringere Einnahme bei Standmieten, welche einen Großteil der Einnahmen ausmachten. Im Gegenzug dazu, sollen weniger Kirmes Attraktionen und Schausteller in der oberen Bahnhofstraße eingesetzt werden und so Ausgaben verringert werden. Auch der Wegfall eines einheitlichen Beschallungssystems und Lichtkonzeptes, welche letztes Jahr zusätzliche Kosten verursacht hatten, soll sich auf der Ausgabenseite positiv auswirken.
Zudem müssen alle Vereine, die einen Stand beim Stadtfest anstreben, ihren Sitz in Wörgl oder Bruckhäusl haben. Die Feuerwehr soll wieder anstatt der in den letzten Jahren zum Einsatz gekommenen privaten Security den Eintritt kassieren. Als ausschlaggebend dafür sprach Hedi Wechner von Beschwerden im letzten Jahr. Die Security kannte Anrainer nicht, und so kam es dazu, dass manche Bewohner den Eintrittspreis zahlen mussten, um durch die Bahnhofstraße nach Hause zu gelangen. Die Wörgler Feuerwehre habe doch eine gewisse Bekanntheit von Personen. Es gibt heuer wieder einen Kartenvorverkauf, wobei der Eintrittspreis gleich bleibt und für Erwachsene sechs Euro betragen wird.

Ein Fest für Wörgler Vereine
Eine gänzliche Rückkehr zum Ursprung sei schon alleine wegen den Auflagen nicht mehr möglich, aber man man peile wieder ein Fest für Wörgl und vor allem seine Vereine an. Eine Standmiete wird, je nach Vereinsgröße, 180 bis 360 Euro kosten. Auch wird es heuer zum ersten Mal eine Standprämierung mit Geldpreisen geben, was ein gewisser Ansporn für die Vereine sein solle. Man hofft durch die Neuerungen ein angenehmes Klima für Wörgler Vereine zu schaffen, deren Anteil an Ständen in den letzten Zahlen geringer als erwünscht war. Wiechenthaler und Wechner machen hier vor allem die strengen rechtlichen Auflagen, aber auch Probleme im Vereinsnachwuchs dafür verantwortlich.
"Wir haben mittlerweile schon mit einigen Vereinen gesprochen und die Vereine haben ein sehr großes Interesse", bemerkt Wiechenthaler.
Der Stadt sei es wichtig das Gespräch mit den Vereinen zu suchen, man wolle diese wieder ins Wörgler Stadtfest bringen. "Mir ist wichtig, dass das Stadtfest wieder von der Bevölkerung angenommen wird", meint Wechner abschließend.

Tanzlmusig und heimische Bands
Gegenüber vom Stadtamt wird es wieder eine große Bühne geben auf der nach Konzerten durch die Stadtmusikkapelle Wörgl und die BMK Bruckhäusl die "Jungen Paldauer" als Headliner auftreten. Die ehemals in der Speckbacherstraße platzierte Kronehit Bühne wird heuer gegen eine Tanzlmusig ausgetauscht und soll so als ruhiger Schauplatz vor allem für Familien attraktiv sein. Die obere bis untere Bahnhofstraße soll ein Magent werden für die mittleren Altersgruppen. Die Konstellation ganz unten beim Bahnhof soll unverändert bleiben und mit der Bühne von Kommakultur heimische Bands ins Rampenlicht stellen. Geplante Acts sind "Midriff", "The Misantröpics", "The Officers" und "Barstool Tune." Um eine Überbeschallung an Musik zu verhindern, sollen sich je drei bis vier Stände zusammentun und sich auf eine gemeinsame Musik einigen.
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