02.08.2017, 14:41 Uhr

Taucher bekamen Expertenwissen aus erster Hand

Intensivmediziner und Tauchlehrer Dr. Frank Hartig (Klinik Ibk) referierte für DAN in Kufstein.

TC "Submarine" Kufstein und das internationale Tauchsicherheitsnetzwerk "DAN" lotsten renommierte Fachleute in die Festungsstadt.

KUFSTEIN (nos). Am Freitag, dem 28. Juli, luden der Tauchclub (TC) "Submarine" und das Tauchersicherheitsnetzwerk "DAN" zum tauchmedizinischen Informations- und Fortbildungsabend in den Veranstaltungssaal des Roten Kreuz Kufstein.

"DAN", "divers alert network", ist ein weltweit tätiges Netzwerk zur Verbesserung der Tauchsicherheit. DAN bietet regelmäßig Workshops, tauchmedizinische Vorträge und Fortbildungen an und betreibt auch wissenschaftlich fundierte Forschungsarbeit in der Tauchmedizin.

Für den Abend in der Festungsstadt konnten die Veranstalter hochkarätige Fachleute gewinnen: Dr. Frank Hartig etwa gilt als absoluter Spezialist in diesem Bereich. Der internistische Oberarzt an der Universitätsklinik Innsbruck arbeitet im intensivmedizinischen Bereich, forscht in der Tauchmedizin und ist selbst Tech-Tauchlehrer. 
Dr. Hartig referierte über Unterschiede zwischen Sporttauchen und Techtauchen, neueste Ergebnisse aus der Forschung im Bereich des Verhaltens von Mikroblasen im menschlichen Körper (Stichwort: Dekompressions-Stress), präsentierte Fallberichte zum "Carotis Sinussyndrom" und Unfallanalysen von Sporttauchern sowie Vermeidungsstrategien. "Was kann ich tun um Tauchunfälle gerade in so kalten Gewässern wie bei uns zu vermeiden?", war darüber hinaus die praxisbezogene Fragestellung für die zahlreichen Teilnehmer.

Pascal Kolb und Ralf Richter von "DAN Europe" sprachen über den "Diver Safety Guardian", ein von DAN entwickeltes Online-Logbuch, das dabei unterstützen soll, Daten von Tauchern auf der ganzen Welt zu sammeln, um Tauchunfall-Ursachen zu erforschen und die Sicherheit der einzelnen Taucher mittels Risikoanalysen zu verbessern.

Massimo Pieri, einer der renommiertesten Forscher des Netzwerks, wurde live aus Florenz via Skype-Verbindung zugeschaltet. Er berichtete über neueste Forschungsergebnisse, die sich aus den gesammelten Daten des "Diver Safety Guardian" ergaben. Auch ihm konnten die Zuhörer Fragen stellen.

"Kufstein ist kein großes Taucher-Mekka. Umso erfreulicher ist es, dass es uns gelungen ist, diese tolle Veranstaltung nach Kufstein zu holen", freute sich "Submarine"-Obmann Stephan Vitéz.

Rund 60 Teilnehmer, viele davon aus Tiroler Feuerwehren und der Wasserrettung, von Tauchsportvereinen aus ganz Tirol und dem süddeutschen Raum fanden den Weg in die Festungsstadt, um vom aktuellen Wissensstand und den Ratschlägen der Fachleute zu profitieren. Die Experten gestalteten unterhaltsame, aber dabei nicht minder informative Vorträge und konnten sich über ein "volles Haus" und sehr Interessierte Teilnehmer freuen.
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