31.10.2017, 14:51 Uhr

Vernissage brachte viel Licht ins REHA Zentrum Münster

Bürgermeister Werner Entner und Anna Mair. (Foto: REHA Münster)

Jubiläums-Vernissage im REHA Zentrum Münster: Werke von Friedrich Biedermann bei der 10. Vernissage ausgestellt.

MÜNSTER (red). Das REHA Zentrum Münster wurde am 25. Oktober zum zehnten Mal zu einer Galerie für Kunst. Präsentiert wurden Werke des international renommierten Künstlers Friedrich Biedermann zum Thema „Künstlerisches Schöpfen mit Licht“.
Unter dem Motto „Kunst ist Medizin für Körper und Seele“ begrüßten die Geschäftsführer Claus Brunner und Julian Hadschieff im Beisein von Landesrätin Beate Palfrader die rund 200 Gäste zur zehnten Auflage der Vernissage im REHA Zentrum Münster.
„Im Zuge der Planung bzw. der Errichtung des REHA Zentrum Münster war uns noch nicht ausreichend bekannt bzw. klar, dass Kunst förderlich für die Heilung ist. Damals budgetierten wir eine geringe Summe für das Thema Kunst und stellten bei der Eröffnung fest, dass wir in dem großen REHA Zentrum nur sehr wenig Kunst hatten. Dann wurde die Idee geboren, dass wir Künstler einladen und das REHA Zentrum als Raum für Kunst zur Verfügung stellen“, erklärte Claus Brunner.

Thema dieses Mal „Künstlerisches Schöpfen mit Licht“


Thema der Jubiläumsvernissage des international renommierten Künstlers Friedrich Biedermann – einer der wenigen Lichtkünstler in Österreich – ist „Künstlerisches Schöpfen mit Licht“. „Licht hilft uns, unsere Umwelt zu begreifen, zu untersuchen und Erinnerungen zu speichern. Es ist das Licht, das seit jeher vernetzt und Welten schafft“, erzählt Friedrich Biedermann über seine Bildkonstellationen und Skulpturen rund um die Themen „Licht“ und „Lichtverschmutzung“. Die meisten seiner Werke stehen nicht auf festen Grund, sondern sind an Decken angebracht und erwecken den Anschein als würden sie schweben.
Julian M. Hadschieff betonte: „Wir freuen uns sehr, dass Friedrich Biedermann mit seinen einzigartigen Werken das REHA Zentrum Münster als Raum für Kreativität erstrahlen lässt. Dies ermöglicht unseren Patienten, Besuchern und Mitarbeitern eine spannende Auseinandersetzung mit moderner Kunst.“ Auch Tirols Landesrätin für Bildung und Kultur, Dr. Beate Palfrader, freute sich, dass die künstlerischen Darstellungen im REHA Zentrum Münster eine gute Möglichkeit sind, Kunst einem breiten Publikum näherzubringen: „Das REHA Zentrum Münster bietet seit seiner Eröffnung im Juli 2011 ideale Rahmenbedingungen für die Präsentation von Werken renommierter Künstler und ehemaliger Patienten. Ich bin sehr stolz, dass wir bisher eine so große Vielfalt an Kunst und Kunstinstallationen in Münster bewundern konnten.“

Kunst als Therapieform

Die aktive Auseinandersetzung mit Kunst bewährte sich schon des Öfteren als eine wirkungsvolle und sanfte Therapieform, die einen positiven Effekt bei diversen Erkrankungen erzielt. Die beiden Geschäftsführer brachen auch für die Zukunft eine Lanze für Kunst im REHA Zentrum: „Der Kunst wurde bereits in der Antike eine tiefgreifende Heilkraft zugeschrieben. Anlässlich zahlreicher kunsttherapeutischer Methoden in der Medizin hat dieser Ansatz bis heute seine Gültigkeit. Durch die geplante Erweiterung des REHA Zentrums schaffen wir auch in Zukunft genügend Platz für Kunst in unserem Haus.“
Dass Biedermann das Licht immer wieder als eine Aktivierungshilfe zur Intensivierung der Wahrnehmung benutzt, macht er auch mit seinen Licht-Text-Installationen deutlich. Dabei handelt es sich um im Raum hängende Glasfaserkabel-Installationen, die je nach Ausstellungskontext Worte wie „Reason“, „Weightless“ oder Fragen wie „Why Time?“ nachbilden. Letztere Frage und zugleich eine der jüngsten Glasfaserkabel-Arbeiten lässt gewissermaßen erahnen, dass sich Biedermann zuletzt verstärkt der zeitlichen Dimension von Licht zugewandt hat. „Mich interessiert Licht vor allem als Material, um damit Räume zu bauen. Will man eine spezifische Umwelt untersuchen, so ist die Versuchsanordnung, die Installation, das Objekt ein mögliches Mittel sich dieser Materie zu nähern.
Es ist die Frage nach der Wahrnehmung und die damit verbundene Nutzung des Raums. Ein Raum, der eben nicht allein durch seine physische Präsenz definiert wird, sondern durch seine Verflechtung mit digitalen Medien“, so der Künstler.
Die Kunstobjekte von Friedrich Biedermann sind bis Ende des Jahres im REHA Zentrum Münster zu besichtigen.
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