03.10.2014, 15:30 Uhr

Was bringt die Zukunft für die Südtirolersiedlung?

Bürgermeister Martin Krumschnabel mit den NHT-Geschäftsführern Hannes Gschwentner und Klaus Lugger (v. l.) im Stadtsaal. (Foto: Hubert Berger)
Kufstein: Stadtsaal |

In 14 Jahren soll laut der Neuen Heimat Tirol (NHT) die Südtirolersiedlung in Sparchen komplett erneuert sein. Für dieses Großprojekt ist aber die Zustimmung der derzeitigen Mieter das „Zünglein an der Waage“.


KUFSTEN (hube) "Sanieren oder neu bauen", das ist die alles bestimmende Frage für die Südtirolersiedlung. Am Abend des 29. September fand dazu im Stadtsaal Kufstein auf Einladung der NHT und der Stadtgemeinde eine Informationsveranstaltung statt. An die 200 Bürger nahmen dieses Angebot in Anspruch.
Bürgermeister Martin Krumschnabel sieht die Notwendigkeit eines städtebaulichen Wettbewerbes im Falle eines Abrisses und Neubaus der betroffenen Objekte. Dadurch würde die Entwicklung eines modernen Stadtteils mit Infrastruktur ermöglicht. Aber auch er kann sich dem Flair der bestehenden Bauten schwer entziehen, der Bürgermeister wuchs selbst dort auf. Engelbert Spiß, Baureferent der NHT, schätzt die Sanierungskosten der Häuser auf etwa 10 Millionen Euro, der Mietpreis würde um rund drei Euro steigen, Zentralheizung oder ausreichende Parkplätze nicht mit eingerechnet. Bei einem Neubau stünden Passivhaus-Standards und Barrierefreiheit im Vordergrund.
In neun Bauabschnitten würde die Fertigstellung bis 2028 dauern, die Kosten für eine Neugestaltung konnte die NHT noch nicht beziffern.Die Mieter müssten mit einer Erhöhung von derzeit vier Euro auf 7,50 Euro brutto pro Quadratmeter rechnen. „Die NHT hat bei den Südtiroler Siedlungen bereits große Erfahrungen, sowohl dort, wo wir mit Erfolg neu gebaut haben, als auch dort, wo wir sanieren mussten“, erklärte NHT- Geschäftsführer Hannes Gschwentner. Für Klaus Lugger, ebenfalls Geschäftsführer der NHT, böte sich ein städtebaulicher Wettbewerb an, „denn das zählt bei unseren Bauvorhaben in Innsbruck bereits zur Routine und brachte sehr gute Ergebnisse.“
Bedeckt hält sich aktuell noch die Mieterinteressensgesmeinschaft (MIG). Sprecher Ludwig Meinold wollte zur Informationsveranstaltung keine Stellungnahme abgeben, meinte aber: „Für uns heißt es nun abwarten welchen Inhalt das an diesem Abend versprochene Protokoll der NHT in sich birgt. Danach werden wir uns zusammensetzen und weitere Schritte besprechen.“
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