13.02.2018, 15:01 Uhr

WÖRGL: Gedenkfeier der Opfer des Faschismus

Wörgl: Bahnhofsplatz | (wma) Am 12. Februar 1934 fand der Österreichische Bürgerkrieg in blutigen Auseinandersetzungen zwischen Sozialdemokraten und Christlichsozialen seinen traurigen Höhepunkt. Entschlossene Schutzbündler aus Wörgl, Kirchbichl und Häring lieferten Budesheer, Polizei und Heimwehr am 13. Februar Feuergefechte, im Zuge derer mehrere Menschchen verwundet wurden. Johann Lenk (Wörgl), Johann Oberhofer (Häring) und Johann Astl (Kirchbichl) wurden zu schweren Arreststrafen Verurteilt.

Das Verbot des Republikanischen Schutzbundes und Dollfuß` Ständestaat ebnete letztendlich den Weg für die Nationalsozialisten, denen auch Josefine und Alois Brunner aus Wörgl zum Opfer fielen. Sie blieben ihrer Gesinnung auch unter dem Druck eines unmenschlichen Regimes treu und büßten dafür mit ihrem Leben.

Vor 80 Jahren, 1938, kam es zum Anschluss Österreichs an Nazideutschland. Aktuelle Vorfälle zeigen, dass das „Niemals vergessen“ kein Ende finden darf! Die SPÖ Wörgl lud aus diesem Anlass zum diesjährigen Gedenken an die Opfer des Faschismus am 12. Februar ein wobei neben einer traditionellen Gedenkminute auch ein Kranz zu Ehren der Opfer im Kampf gegen den Faschismus am Faschismusdenkmal am Wörgler Bahnhofsplatz niedergelegt. Neben dem Orts- und Bezirksparteivorsitzenden Christian Kovacevic fanden sich zur Gedenkfeier u. a. auch der Bezirks Regionalgeschäftsführer Renè Schrettl, die Wörgler Bürgermeisterin Hedi Wechner sowie Altbürgermeister und Ehrenbürger Herbert Strobl ein. Das Denkmal gegen den Faschismus wurde am 12. Februar 1984 anlässlich des 50. Gedenktages an den Bürgerkrieg 1934, der auch in Wörgl seine - vor allem gesellschaftlichen - Spuren hinterlassen hat, von der SPÖ Tirol aufgestellt. Die Namen von Josefa und Alois Brunner am Denkmal erinnern daran, dass diese beiden Wörgler am 9. September 1943 im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet wurden, vom Volksgerichtshof Berlin wegen Landesverrats zum Tod verurteilt.
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