27.10.2016, 09:57 Uhr

Wörgls Energie-Allrounder stellt sich vor

Kirchbichls Bürgermeister Herbert Rieder nahm die Mitarbeiter, Gemeinde- und Aufsichtsräte beim Klärwerk Kirchbichl in Empfang. (Foto: Stadtgemeinde/Haberl)
Stadtwerke Wörgl luden Gemeinderäte und Aufsichtsräte am 21. Oktober zur Besichtigungs- und Kennenlerntour.

WÖRGL. Mit einem eigenen Stadtbus machten sich am Freitagnachmittag rund 20 Teilnehmer auf, um die Leistungen und Angebote der Wörgler Stadtwerke GmbH zu erkunden. Der erste Stop führte zur Co-Vergärungsanlage beim Klärwerk Kirchbichl. „Hier werden Speisereste in Energie verwandelt“, eröffnete Nachbarbürgermeister Herbert Rieder seine Ausführungen zum Vergärungsprozess. 13 Gemeinden sind an dieser Anlage beteiligt, seit Anfang dieses Jahres auch die Stadt Wörgl.
Als Nächstes wurde der Wörgler Werstoffhof vorgestellt. Seit nunmehr über zwei Jahren befindet sich der Recyclinghof am neuen Standort im Westen der Stadt, der Zutritt erfolgt über die Energycard. „Das System funktioniert einwandfrei“, freut sich Stadtwerke-Geschäftsführer Reinhard Jennewein.
Anschließend durften die Teilnehmer einen Blick in das neue Datacenter im Umspannwerk West werfen. In nur drei Monaten Bauzeit wurde das topmoderne Internet-, Housing- und Hostingcenter errichtet. Damit stellen die Stadtwerke Wörgl ihren Kunden Know-how sowie eine sichere und hochvernetzte IT-Infrastruktur für die geschützte Unterbringung, eine hohe Verfügbarkeit und optimale Internetanbindung zur Verfügung.
Der Weg des Wörgler Wassers wurde den Gemeinde- und Aufsichtsräten am Trinkwasser-Hochbehälter am Hennersberg erläutert. Das Wasserwerk, ein Teilbetrieb der Stadtwerke Wörgl, fördert jedes Jahr rund 1,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, um den täglichen Wasserbedarf für die Haushalte, Gewerbe und Industrie, vom Lahntal bis Pinnersdorf zu sichern. Drei Quellfassungen, drei Tiefbrunnenanlagen, drei Hochbehälter mit einem gesamtem Speichervolumen von 2.712 m³ und zwei Druckerhöhungsanlagen sind die wichtigsten Anlagenteile der Wasserversorgung.
Den Abschluss der Besichtigungstour bildete eine Führung durch die Sorgloswärme-Energiezentrale am Areal der Tirol Milch. Die im Jahr 2013 beschlossene Kooperation der Stadtwerke mit der Tirol Milch sieht eine Wärmeversorgung aus Abwärme der Tirol Milch vor – dazu wurden in den vergangenen zwei Jahren eine Energiezentrale am Betriebsgelände errichtet und Leitungen in Teilen des Stadtgebiets verlegt. Das Gesamtvolumen beträgt 18,36 Millionen Euro, Land und Bund fördern das klimafreundliche Vorhaben mit fünf Millionen Euro. Mit den heurigen Arbeiten am Leitungsnetz ist erste Phase des Großprojekts "Sorgloswärme" so gut wie abgeschlossen. „Wir sind für die kommende Heizperiode bestens gerüstet und freuen uns darauf, Wörgl auch in diesem Winter wieder mit sauberer Energie zu versorgen“, erklärt Jennewein abschließend.
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