23.11.2017, 14:58 Uhr

"Wunderliche Kulturtage" 2018: bayerisches Kabarett und internationale Musik

"Wunderlichen"-Obmann Marco Lamprecht, Hugo Neuhauser und Christian Widauer (v.l.) haben einige besondere Schmankerl im Petto.
KUFSTEIN (nos). Der Kulturverein Wunderlich ist seit Jahren eine fixe Größe im Veranstaltungskalender, nicht nur für die Festungsstädter, sondern  auch für Gäste, die Hunderte Kilometer Anreise auf sich nehmen, um bei den handverlesenen Gustostücken live mit dabei sein zu können. Auch in der Spielsaison 2018 haben die "Wunderlichen" um Mastermind Hugo Neuhauser wieder einige spektakuläre Künstler für sich gewinnen können.
Neben der großen Freude, etwa, dass Gerhard Polt einen seiner nur 30 Auftritte im kommenden Jahr mit den Gebrüdern Well in der Arena absolvieren wird, blickt der Verein auch mit etwas Wehmut auf das kommende Jahr: Nach 15 Jahren im Kalender der Kulturschaffenden werden sie 2018 zum letzten Mal das Sägewerk der Fa. Pirlo bespielen können. Nach ihrer "Abrissfete" wird der Altbau, der stets eine der spannendsten Locations der "Wunderlichen" war, endgültig dem Erdboden gleichgemacht.

Bunte Mischung im Programm

Nach dem Saisonabschluss am 2. Dezember 2017 mit dem Auftritt von Andreas Vitásek im Kultur Quartier gönnen sich die "Wunderlichen" nur eine kurze Verschnaufpause.

Mit Han's Klaffl am 10. Februar im Kultur Quartier startet der Verein in's neue Jahr. Der pensionierte Lehrer "trifft offensichtlich einen Nerv", wie Christian Widauer und Hugo Neuhauser feststellen konnten, "beim letzten Mal als er zu Gast war, 2016, waren fast nur Lehrer unter den Zuschauern".
Am 17. März wird im Kultur Quartier Thomas Huber auf der Bühne stehen und einen Multimediavortrag mit dem Titel "Sehnsucht Torre" über seine Kletterreise nach Patagonien halten. Der ältere der beiden "Huber-Buam" war 2013 am "Cerro Torre".
In der KuFa am 14. April wird's grantig und frech, wenn Sigi Zimmerschied pointenreich, scharfzüngig und sarkastisch ausholt und dabei auch dem Publikum so manche Watsch'n servieren dürfte. Diese Grenzerfahrung wird als Tirol-Premiere nach Kufstein kommen, "Der 7. Tag – ein Erschöpfungsbericht" war in der Münchner "Lach- & Schießgesellschaft" bereits 60 Mal ausverkauft!
Nochmal bayerisch – und zwar gewaltig – wird's am 5. Mai in der Kufstein Arena mit Gerhard Polt und den Gebrüdern Well, die als "Biermösl Blosn" seit Jahrzehnten Kultcharakter en masse besitzen. Die "Wunderlichen" zeigten sich stolz, die Kapazunder gemeinsam auf die Bühne zu bringen und versprechen sich einen "unterhaltsamen Abend abseits der Weißwurstidylle".
Am 23. Juni in der Pirlo-Säge heißt es dann "Abschied nehmen" von dieser besonderen Location, wenn die Gewürztraminer & da g'mischte Satz zur Abrissparty aufspielen. Die beiden jungen Wiener Gruppen werden die baufällige Bude wohl in den Grundfesten erschüttern und das Publikum von den Stühlen reissen!
Die nächste Tirolpremiere wartet dann nach der Sommerpause am 15. September im Kultur Quartier mit Gery Seidls "Sonntagskinder" auf die Kabarett-begeisterten Kufsteiner.
In den Herbst hinein wird's dann besonders musikalisch in den "Kulturtagen": Am 13. Oktober im Kultur Quartier gibt ein "Megastar der portugiesischen Fado-Musik ihr Stelldichein in der Festungsstadt: Gisela Joao reist nicht mit Orchester, sondern mit "Handgepäck" nach Kufstein an. Unterstützt von 3-4 Musikern wird ein grandioses Konzert garantiert, sie gastiert erstmals in Tirol.
Für die Tanzbegeisterten geht's am 3. November in die Arena zu Juan José Mosalini y su gran Orquestra de Tango. Dem Pariser Exil-Argentinier liegt der Tango der 40-er und 50-er Jahre am Herzen und in der Arena wohl auch Parkett, auf dem die Festungsstädter die Beine schwingen können. Auch dieses Highlight war in Tirol noch nie zu hören und zu sehen.
Den Jahresabschluss der "Wunderlichen Kulturtage" 2018 machen am 1. Dezember im Kulturquartier die "Herren Wunderlich". Die feiern mit dem zufällig namensverwandten Kulturverein ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum und singen & swingen zusammen mit dem Münchner Ballhausorchester "la Rose rouge" zu Musik der 1920-er bis 40-er Jahre.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen kostet an der Abendkasse jeweils 27, im Vorverkauf 24 Euro, ermäßigt 19 Euro. Mit der Punktekarte "5 für 95" können Kulturliebhaber an fünf Veranstaltungen jeweils zum ermäßigten Preis dabei sein.
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