07.07.2017, 11:04 Uhr

FSG Unterland: „Wer die AK angreift, greift die Arbeitnehmer an!“

Stephan Bertel und Christian Hauser wollen die Arbeitnehmervertretung gestärkt sehen, nicht geschwächt. (Foto: FSG)
BEZIRK (red). Den Unkenrufen nach einer Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft bei der Arbeiterkammer erteilt Stephan Bertel, Regionalvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) im Tiroler Unterland, eine klare Absage: „Der AK-Pflichtbeitrag sichert den Arbeitnehmerschutz und somit die Wahrung der Interessen!“
Auch Tirols FSG-Vorsitzender Christian Hauser ist von den Vorteilen einer starken Interessensvertretung überzeugt: „Zwei Millionen Beratungen jährlich in ganz Österreich sprechen eine klare Sprache. Über 500 Millionen Euro erkämpfte die AK letztes Jahr in den Bereichen Insolvenzrechtsangelegenheiten, Konsumentenschutz und Sozialgerichtsverfahren etc. für ihre Mitglieder. Hinter der Forderung nach einer Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft steckt nichts anderes als das Vorhaben, die Arbeitnehmervertretung zu schwächen!“.

Die AK vertritt österreichweit die Interessen von über 3,6 Millionen Menschen gegenüber Regierung und Wirtschaft. „Sie hat allein im vorigen Jahr zu mehr als 244 Gesetzen und Verordnungen auf Landesebene und zu 345 auf Bundesebene Stellung genommen. Gemeinsam mit dem ÖGB vertritt die Arbeiterkammer bei den Sozialpartnergesprächen die Anliegen der Arbeitnehmer gegenüber Wirtschaft, Regierung und anderen Interessensvertretungen“, informiert Bertel. Die beiden Gewerkschafter sind sich einig: „Hände weg von den AK-Beiträgen! Denn alle Parteien die sich für die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft stark machen, sind damit für uns Arbeiter und Angestellte nicht wählbar!“.

Hauser verweist auch auf die bisherigen Errungenschaften der Tiroler Sozialpartner: „In den letzten Monaten haben die Tiroler Sozialpartner umfassende Forderungen und Verbesserungen zu wichtigen Themen ausgearbeitet. Darunter finden sich unter anderem die Schaffung und langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, leistbares Wohnen und Mobilität“. Die Interessensvertretungen seien somit eine wichtige Säule des österreichischen Wirtschaftssystems, meint Hauser.
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