31.01.2018, 08:43 Uhr

"Impuls" präsentiert Spitzenkandidaten in Kufstein und Kitzbühel

Christian Herbst, Josef Schett und Hans-Peter Adami wollen in Tirol neue Impulse setzen. (Foto: Impuls)

Christian Herbst und Hans-Peter Adami führen Impuls Tirol Bezirkslisten an.

BEZIRK (red). Am Freitag, den 26. Jänner stellte Impuls Tirol die beiden Spitzenkandidaten der Bezirkslisten für Kufstein und Kitzbühel vor. In Kufstein wird Impuls Tirol von Bezirksspitzenkandidat Christian Herbst in die Wahl geführt. Der Schwerpunkt des ehemaligen Kommunalpolitikers liegt im Engagement für sozial benachteiligte Menschen. Mit "Solidar-100er" hat er ein Projekt entwickelt, das ohne Budgetbelastung 4.750 sozial schwächer gestellten Menschen (Familien, Pensionsbezieher, Jugendliche, pflegende Angehörige, soziale Härtefälle) Soforthilfe in der Höhe von 100 Euro im Monat bringen würde. Voraussetzung dafür sei der politische Wille aller Parteien.
Im Bezirk Kitzbühel geht Hans-Peter Adami als Bezirksspitzenkandidat voran. Der Mitbegründer des "Agrarmarketing Tirol" und der Marke "Bio vom Berg" setzt sich für die kleinstrukturierte Berglandwirtschaft ein. Als Schwerpunkte seiner politischen Arbeit sieht er die Unterstützung von kleinen Landwirten im Wettbewerb gegen die industrialisierte Landwirtschaft. Eine optimale Imagebildung für die kleinstrukturierte Landwirtschaft sowie öffentliche Bewusstseinsbildung für den Wert regional produzierter Lebensmittel zählen zu seinen Kernkompetenzen.

Impulse für Tirol in allen Themen

Herbst und Adami skizzierten das Arbeitsprogramm von Impuls Tirol quer durch die Themenbereiche Gesundheit & Pflege, Soziales & Familie, Jugend & Bildung, Verkehr & Transit, Agrar & Wirtschaft, Natur & Umwelt, Tourismus & Sport, Kultur & Vereine sowie Wohnen & Wohnbau. "Wir sind dem Wähler und den Wählerinnen per Handschlag verbunden, können frei von Parteizwängen beziehungsweise ohne Abhängigkeit von Bünden und Gönnern die beste Politik zum Wohle der Allgemeinheit gestalten", so Herbst und Adami unisono.
Überzeugen wolle man durch Bürgernähe, sachliche-konstruktive Politik sowie mit Entscheidungen und Beschlüssen, die transparent und nachvollziehbar sind. "Impuls Tirol sieht sich als konstruktive Opposition, und ist Heimat für alle geraden und ehrlichen Tirolerinnen und Tiroler", erklären die beiden Bezirksspitzenkandidaten.
"Nicht Visionen oder Selbsteinschätzungen entscheiden am Ende über Prozente und Mandate", sondern der Wähler", antwortet Landesspitzenkandidat Josef Schett auf die Frage nach dem Wahlziel. "Gibt uns der Wähler und die Wählerin den Auftrag im Landtag zu arbeiten, werden wir dies mit aller Kraft tun um Erworbenes aus Respekt der vorherigen Generation zu erhalten und die Zukunft für die weiteren Generationen nachhaltig zu gestalten und zu sichern", so Schett.

Causa Parteienfinanzierung

"Als juristische Laien haben wir in offener Frist versucht, uns so umfassend es für uns möglich war, eine Meinung zu bilden um rechtskonform vorgehen zu können. Nach dem Urteil des OGH wurde aber offensichtlich, dass sich zwei Gutachter, der Tiroler Landtag, der Tiroler Landtagspräsident, die Rechtsanwälte  und drei Gerichte in Tirol geirrt haben. Wenn nun so getan wird, als seien wir die bösen Buben, die sich bereichert hätten, so ist das sachlich schlichtweg falsch", so Schett.
Bei der Landtagswahl 2013 hatte die Partei vorwärts Tirol 9,54 Prozent der Stimmen beziehungsweise vier Landtagsmandate erreicht. Schett, Maria Zwölfer und Hans Lindenberger waren aber nach internen Streitigkeiten aus der ursprünglichen Partei vorwärts Tirol ausgetreten und als Impuls Tirol in den Landtag eingezogen. "Für uns hat sich die Frage gestellt, ob wir überhaupt noch legitimiert sind, um Parteiförderung für unsere ehemalige Partei anzusuchen. Deshalb wurden vom Land Tirol und von Landtagspräsident Herwig van Staa zwei separate Gutachten in Auftrag gegeben. Beide Gutachten kamen zu dem Schluss, dass wir keine Antragslegitimation haben, da wir nicht mehr Mitglied dieser Partei seien. Folgerichtig hat Klubobmann Hans Lindenberger nicht um Parteienförderung für unsere ehemalige Partei angesucht", fasst Schett zusammen. ÖVP und Grüne haben – basierend auf den beiden Gutachten – einen Dringlichkeitsantrag im Tiroler Landtag eingebracht, „keine Parteiförderung an eine tote Partei“ auszubezahlen. Schett, Zwölfer und Lindenberger wurden daraufhin von ihrer ehemaligen Partei vorwärts Tirol privat verklagt. Diese Klage durchlief alle Instanzen bis zum Obersten Gerichtshof.
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