02.10.2017, 11:11 Uhr

WB-Wahlkampf im Reha-Zentrum: "Thema Haltestelle muss gelöst werden"

Landtagsabgeordnete Barbara Schwaighofer, Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl, Julian Hadschieff, Bürgermeister Werner Entner und NR Josef Lettenbichler (v.l.) in Münster. (Foto: Reha-Zentrum Münster / inpublic)
MÜNSTER (red). Julian Hadschieff konnte zum "Wirtschaftsgespräch" im Reha-Zentrum Münster hohen Besuch begrüßen. Sechs Jahre nach seiner Eröffnung ist das Reha-Zentrum eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung im Tiroler Gesundheitsbereich. Die 248 Mitarbeiter rund um das Führungsteam von Dr. Christian Brenneis, Christian Elzinger und Thomas Stippler betreut mehr als 5.000 Patienten pro Jahr – davon 86 Prozent aus Tirol. Mit den 260 Betten werden 90.000 Nächtigungen registriert. Derzeit stehen rund 1.200 Patienten auf der Warteliste, weshalb die Geschäftsführung mit Managementpartner Hadschieff auf den Ausbau auf 300 Betten drängt. „Baubeginn wird 2018 sein“, erklärt Bürgermeister Werner Entner.

Ein großes Anliegen ist den Verantwortlichen die Bahn-Haltestelle Münster, der Breitbandausbau sowie die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Ein Großteil der Mitarbeiter im Reha-Zentrum wohnt in der Region zwischen Kufstein und Innsbruck. Laut Erhebungen könnten rund 50 Prozent des Nahverkehrs durch die Haltestelle in Münster beseitigt werden. Diese sei laut Bürgermeister Entner von der ÖBB bereits budgetiert, es fehlt noch die Entscheidung seitens des Landes Tirol. Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl und NR  Josef Lettenbichler verstehen die Situation in den Gemeinden Wiesing und Münster: „Es muss ein ganzheitliches Konzept auf den Tisch, egal wie die Entscheidung seitens des Landes ausfällt. Nicht nur die Thematik der Haltestelle muss gelöst werden sondern auch die Verbindung aller betroffenen Gemeinden zur Haltestelle selbst. Und zu guter Letzt muss auch das Parkplatzproblem in Jenbach gelöst werden.“ Nur so könne die gesamte Region  profitieren.

Die Gemeinde Münster kann den Betrieben und der Bevölkerung bereits Breitbandinternet anbieten. Erfreut zeigt sich der Wirtschaftsbundobmann vom Infrastrukturausbau in Münster und kann sich einen Seitenhieb an die zuständige Ministerin Doris Bures nicht verkneifen. „Der Bund hat versprochen zwei Milliarden Euro aus dem Verkauf der Mobilfunklizenzen in den Breitbandausbau zu investieren. Bis dato wurden gerade zehn Prozent davon investiert. Gott sei Dank ist Tirol hier auf einem guten Weg, denn Breitbandinternet gehört in jeden Haushalt“.
Im Zuge der Erweiterung des Rehabilitationszentrums auf 300 Betten werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Hier appelliert Mag. Julian Hadschieff an die politischen Entscheidungsträger, die Ausbildung in Fachkräfte in Tirol entsprechend möglich zu machen und auch beim Thema Arbeitszeitflexibilisierung mit der Zeit zu gehen. „Wir kaufen wo es möglich ist regionale Produkte und möchten auch unsere Mitarbeiter aus der Region einen sicheren Ganzjahresjob bieten. Flexible Arbeitszeiten sind hier von großer Bedeutung für uns als Arbeitgeber aber auch für die Mitarbeiter selbst.“ Seitens der Politik sollen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass ein gutes Miteinander zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglich ist, wünscht sich Hadschieff abschließend.

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.