19.10.2016, 21:45 Uhr

War es Zufall oder Fügung?

Kufstein: Weißach |

10. Teil: Die Reise in meine Vergangenheit.


Geht man heute auf die Reise, kann man, ohne viel Mühe, sich im Internet eine Unterkunft suchen. So wie auf TV-Reklame, wussten wir unser Reiseziel, unser An- und Abreisedatum und was es uns wert sein könnte.

Also das Reiseziel war bekannt. Wir konzentrierten uns bei der Suche nach einer Unterkunft in Kufstein auf den Stadtteil Weißach.

Die Suche starten: wie viele Unterkünfte es in diesem Stadtteil gab, wunderte ich mich erst. Da waren bekannte Namen, die ich mir von früher gemerkt habe, aber vermieteten nun alle Fremdenzimmer? Die Fotos dazu zeigten Ansichten, die mir wiederum nicht bekannt waren. Da waren Hotels, Häuser, Neubauten oder Bauernhöfe die umgebaut wurden. Nach all den Jahren sollte sich vieles ja verändert haben, dachte ich.

Bei einem Bauernhof kamen mir Fotos irgendwie bekannt vor: Fotos eines Idyllisch gelegenen Bauernhofes am Stadtrand von Kufstein. Er galt als ältester Bauernhof von Kufstein, las ich weiter. Nur der Name des Besitzers sagte mir nichts.

Erst probierten wir anzurufen, mit der Frage, ob 2 Übernachtungen möglich wären. Eine fröhliche, junge Stimme bat uns, nach 10 Minuten wieder anzurufen, da sie, diese Frau, gerade im Garten beim Arbeiten war. Beim zweiten Gespräch erfuhren wir, dass eine Ferienwohnung in ihrem Bauernhaus noch frei wäre. Wir haben dann nicht lange überlegt und gleich gebucht. Wir erzählten ihr auch meine Geschichte, meine persönlichen Kenntnissen von Weißach und dass wir Plätze aufsuchen wollten, wo ich schon einmal gewohnt hatte. Sie wiederum versprach, ihren Schwiegervater zu fragen, ob er mich eventuell von früher kannte. Sie war eine „Zu-Geheiratete“ und mit der Geschichte von Weißach nicht so versiert.

Von Thiersee her kamen wir nach Kufstein. An der Festung hat sich nichts verändert, dort, wo es früher immer Veranstaltungen und Feste gab, war jetzt ein Sonnendach. War ich vielleicht ein wenig nervös, denn es wurde immer spannender, je näher wir der besagten Adresse kamen. Vom früheren Wegnetz war nichts mehr zu erkennen und ein Navi hatten wir nicht.

Doch mein Gespür zeigte mir den Weg. Erst Richtung Wörgl, bis zur Kreuzung, die heute ein Kreisverkehr ist, dann Richtung St. Johann fahren und…... Einige hunderte Meter weiter sahen wir zur linken Seite den Bauernhof aus dem Internet. Wir waren am Ziel. Nicht zu glauben! Was ich geahnt hatte! Es war der Bauernhof, bei dem ich als Kind täglich frische Milch holen mußte. War es Zufall oder Fügung?

Bericht wird fortgesetzt.
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Erika Bauer aus Bruck an der Mur | 20.10.2016 | 03:16   Melden
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 20.10.2016 | 09:26   Melden
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Daniela Hofer aus Wieden | 20.10.2016 | 12:44   Melden
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Klaus Egger aus Kufstein | 20.10.2016 | 13:29   Melden
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Petra Maldet aus Neunkirchen | 20.10.2016 | 16:52   Melden
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Ingrid Gutzelnig aus Spittal | 20.10.2016 | 17:03   Melden
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