15.04.2017, 08:26 Uhr

Junge Männer und große Ziele

Patrick Gamper (li.) und Max Kuen im BB-Sportrgespräch

Jung-Radprofis aus dem Bezirk im Schaufenster. "Tour of the Alps" als "Highlight" und ein Blick auf die Rad-WM.

Bezirk (sch). Ein monoton anhaltendes "surren" in der Luft und dann plötzliche Stille. Sie sind abgestiegen von ihren Rennradmaschinen. Insgesamt acht Mann kommen von der Besichtigung der Startetappe der "Tour of the Alps"-Rennstrecke bei ihrem Trainingsquartier im Hotel Postwirt in Ebbs an. Mit dabei zwei junge Männer aus dem Bezirk Kufstein vom Continental "Tirol-Cycling-Team", das mit weiteren 17 Radprofiteams vier Tage später am Ostermontag die Strapazen des fünftägigen Rennens auf sich nehmen wird (Kufstein/Trentino - 824,5 km - 15.574 hm). Gut gelaunt geben der 24-jährige Kufsteiner Max Kuen und sein 20-jähriger Tirol-Cycling-Teamkamerad Patrick Gamper aus Münster dem BEZIRKSBLÄTTER-Sportredakteur Auskunft über die Stimmungslage, der bevorstehenden Radsaison 2017 und der in Tirol stattfindenden Rad-Weltmeisterschaft 2018.

Freude und Vorfreude

Die Freude, dass ein solch grandioses Profi-Radrennen in ihrer Heimat stattfindet und die Vorfreude darauf, selbst daran teilzunehmen, ist dabei beiden Rennfahrern anzumerken. Dazu Max Kuen: "Für unser Tiroler Team wird es schwierig, weil hier absolute Weltklasse-Fahrer und vor allem Weltklasse-Bergspezialisten an den Start gehen, es ist aber in diesem Jahr unser wichtigstes Rennen, da es für die Tirol Werbung und unsere heimischen Teamsponsoren sozusagen vor der Haustür stattfindet." Der 20-jährige Patrick Gamper, der gegenüber seinem Zimmerkollegen Max Kuen schon im zweiten Jahr im Tirol-Cycling-Team steht, sieht es ähnlich: "Besonders der Landeshauptstadt Innsbruck mit dem Hungerburg-Ziel wird in unserer Region große mediale Aufmerksamkeit vorausgesagt und von der für das Rennen gesperrte Europabrücke bei der Fahrt nach Süd- und Osttirol werden wohl auch noch spektakuläre Bilder in die Welt gesandt."

Realistische Einschätzungen

Beim Themenwechsel mit Blickrichtung auf die zwölftägige Rad-Weltmeisterschaft 2018 in Tirol verhält es sich für beide ähnlich erfreulich. Mit glänzenden Augen, sachlich klar und profihaft erläutern beide heimischen Rad-Athleten ihre Chancen. Es muss schon einiges passen, damit Max oder Patrick dabei sein können. Patrick Gamper sieht am ehesten im Zeitfahren seine Möglichkeiten. Ausschlaggebend für eine Nominierung wird dabei auch die Streckenführung sein, die ja erst bekannt gegeben wird. Max Kuen sieht, wenn überhaupt, seine Chancen am ehesten im Mannschaftswettbewerb. Die Rad-WM gehört zu den jährlichen Top-5 Sportevents der Welt, wenn sich das sportlich nicht ausgeht, dann zumindest mit Rad an der Strecke als WM-Fan.
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