11.11.2016, 13:40 Uhr

Biobauer Fahringer: „Tun ist wie träumen, nur viel effektiver“

Thomas Oberhauser (BO JB/LJ Bezirk Kufstein), Landesobmann Stefan Egerbacher, MR-GF Andreas Brugger, Anton Fahringer, Helene Mayr, Barbara Moser (BL JB/LJ Bezirk Kufstein) und Georg Wurzenrainer BO JB/LJ Bezirk Kitzbühel, v.l.) (Foto: Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend)

„Immer nach vorne schauen und nie stehen bleiben“, so lautet das Motto engagierter Vordenker in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein. Alle Gesprächspartner der Diskussionsveranstaltung „Einkommensmöglichkeiten AUS und NEBEN der Landwirtschaft“ haben eines gemeinsam: sie machten ihr Hobby zum Beruf und verdienen damit ihren Unterhalt.

SÖLL. Die Landesobleute der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend (TJB/LJ) Martina Brunner aus Aurach und Stefan Egerbacher aus Schwoich luden gestern Abend zur bezirksübergreifenden Podiumsdiskussion nach Söll. Sie freuten sich nicht nur über zahlreiche junge Interessierte, sondern vor allem über interessante Persönlichkeiten aus dem Bezirk.
Andreas Brugger, GF des Maschinenring in Kitzbühel, Anton Fahringer, Landwirt aus Rettenschöss und die Kirchbichler Trachten- und Brautmodenschneiderin Helene Mayr standen Rede und Antwort zu ihrem Werdegang. „Drei Eigenschaften spiegeln sich im Leben aller drei Gesprächspartner: sie arbeiten hart, hatten eine gehörige Portion Glück und scheuen kein Risiko“, resümieren JB-Landesobmann Stefan Egerbacher und Landesleiterin Martina Brunner.

Eigeninitiative, Vernetzungsgeschick und Know-how

„Es bedarf einer gehörigen Portion Eigeninitiative, Vernetzungsarbeit und Know-how, aber ich kenne genug Menschen, die es verstehen, sich in der Arbeitswelt zu positionieren, ihre Ziele zu verfolgen und es schlussendlich schaffen, ihre Karriere richtig voranzutreiben“, so Andreas Brugger, GF vom MR in Kitzbühel zu den anwesenden Mitgliedern der TJB/LJ. „Der Maschinenring bietet als regionaler Partner eine Vielzahl an Jobmöglichkeiten in der Landwirtschaft sowie auch in gewerblichen Bereichen“, meinte Brugger.

Die Träume in die Tat umsetzen

Was es heißt an seinen Zielen festzuhalten, schilderte auch Anton Fahringer, Landwirt aus Rettenschöss. Nach dem Motto „Tun ist wie träumen, nur viel effektiver“, bewirtschaftet der passionierte Fleckviehzüchter mit seiner Familie eine Biolandwirtschaft mit dazugehöriger Hof- und Almkäserei, welche bereits mehrmals ausgezeichnet wurde. Neben der klassischen Direktvermarktung betreibt er auch noch ein Sägewerk, sowie eine Biogas- und Photovoltaikanlage. „Ich war stur und jung“, beschreibt der engagierte Bauer und Unternehmer kurz und knapp sein Erfolgsrezept. Fahringer ist innovativ, interessiert, wissbegierig und garantiert ein Macher.

Nie aufhören sich weiterzuentwickeln

Die „Tracht & Braut Werkstatt“ in Kirchbichl ist weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt. „Ich bin in der Landwirtschaft aufgewachsen. Ich liebe es frei entscheiden zu können, wie wir unseren Tag gestalten und gleichzeitig die Möglichkeit zu haben meine Kreativität auszuleben“, freut sich die bekannte Trachten- und Brautmodenschneiderin. Seit 25 Jahren bewirtschaftet sie mit ihrem Mann einen biologisch landwirtschaftlichen Betrieb in Kirchbichl. Vom damaligen Vollerwerbsbetrieb, entwickelten sie ihren Betrieb in eine neue Einnahmekombination mit drei Standbeinen. „Die Liebe zur Tracht und zur Landwirtschaft war immer schon da. Wir haben nie aufgehört uns weiterzuentwickeln. Und genau als der Boom zur Tracht wieder aufgeflackert ist haben wir unsere Hofschneiderei eröffnet“, so die Schneidermeisterin, die mittlerweile vier Mitarbeiterinnen beschäftigt.

„Ich fand es faszinierend zu sehen, dass uns in der je eigenen Gemeinde eigentlich alle Türen offen stehen. Die Verwirklichung von Träumen hängt nicht vom Wohnort ab, sondern viel mehr davon wie zielstrebig man seine Ziele umsetzt. Der Abend war für mich sehr motivierend und ein Ansporn die Zügel im eigenen Leben selbst in die Hand zu nehmen. Irgendwie ist man doch noch seines Glückes eigener Schmied“, so eine junge Besucherin des Diskussionsabends.
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