19.05.2017, 12:33 Uhr

Das sind die neuen Meister der Landwirtschaft

Die MeisterInnen des Bezirkes Kufstein mit Bezirksbäuerin Margreth Osl, LAbg. Hermann Kuenz und Präsident Josef Hechenberger (Foto: Die Fotografen)

Am Donnerstag, dem 18. Mai, wurden in der Festung Kufstein die Meisterbriefe in den Bereichen Feldgemüsebau, Obstbau, Betriebs- und Haushaltsmanagement und Landwirtschaft verliehen.

KUFSTEIN/BEZIRK. 85 frischgebackene Meister konnten im feierlichen Rahmen in der Festung Kufstein Ihre Meisterbriefe entgegennehmen. Dazu haben sie umfassende Vorbereitungslehrgänge im Umfang von mindestens 360 Stunden absolviert sowie eine fachspezifische Meisterarbeit verfasst.

Die Ausbildung zum Meister bzw. zur Meisterin richtet sich an AbsolventInnen von land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen, an FacharbeiterInnen der 15 landwirtschaftlichen Berufe sowie an BetriebsleiterInnen und mitarbeitende Angehörige land- und forstwirtschaftlicher Betriebe. Grundvoraussetzung für die Zulassung zur Meisterprüfung sind eine dreijährige Tätigkeit als FacharbeiterIn sowie die Vollendung des zwanzigsten Lebensjahres. „Die Rahmenbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft ändern sich und die Betriebe stehen vor immer neuen Herausforderungen. Da ist eine fundierte Ausbildung die Basis, auf der die Zukunft aufgebaut werden kann, wobei die MeisterInnen hier sicherlich die Speerspitze darstellen“, beschreibt LH-Stv. Josef Geisler den hohen Stellenwert dieser Ausbildung.

Modulare Ausbildung

„Der Meisterlehrgang wurde österreichweit überarbeitet und in ein einheitliches, modulares Ausbildungssystem übergeführt“, erklärt Evelyn Darmann, Geschäftsführerin des LFI und der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle. Ziel dabei ist es, sowohl die fachliche, vor allem aber auch die unternehmerische Kompetenz der TeilnehmerInnen zu stärken, um für eine zukunftsorientierte Ausrichtung der Betriebe zu sorgen. „Dafür werden über zwei Jahre betriebliche Aufzeichnungen geführt und die Stärken und Schwächen des Betriebes sowie mögliches Entwicklungspotential und Chancen in der Meisterarbeit dargestellt“, so Darmann weiter.

Bildung als Zukunftschance

Die Bedeutung einer individuellen Analyse der einzelnen Betriebe unterstrich auch LK-Präsident und Vorsitzender des LFI Österreich Josef Hechenberger in seinen Grußworten: „Die Landwirtschaft ist im Wandel und es gibt nicht eine Pauschallösung, um alle Betriebe zukunftsfit zu machen. Daher ist der Aspekt der Durchleuchtung des eigenen Betriebes hin auf Chancen und Möglichkeiten – neben der Vermittlung von fundiertem Fachwissen – ein in meinen Augen ganz wesentlicher Aspekt der Ausbildung zum Meister und zur Meisterin!“
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