10.11.2017, 12:15 Uhr

Die besten Lehrlinge im Bezirk wurden geehrt

Zahlreiche erfolgreiche Lehrlinge wurden für ihre Platzierungen bei den TyrolSkills geehrt.
BEZIRK/KUFSTEIN (nos). Am Donnerstagabend, dem 9. November, schlug im Festsaal der Wirtschaftskammer (WK) Kufstein wieder die Stunde der erfolgreichsten Auszubildenden im Bezirk. Insgesamt 117 Lehrlinge aus Betrieben im Bezirk konnten mit ihren Leistungen bei den Wettbewerben der "Tyrol Skills" überzeugen und wurden für ihre Platzierungen und ihr Engagement vor den Vorhang geholt.
Als besonders erfolgreiche Ausbildungsstätte trat dabei einmal mehr Sandoz in Kundl und Schaftenau hervor: Von den zahlreichen geehrten Top-Lehrlingen werden immerhin 23 im Pharmakonzern ausgebildet – als Mechatroniker, Metallarbeiter, Bürokaufleute und natürlich in Pharmazie-nahen Lehrberufen, wie Chemielabor- oder Verfahrenstechnik.

WK-Tirol Geschäftsführer David Narr, selbst sechs Jahre lang Organisator der Landeslehrlingswettbewerbe, führte als Moderator durch den Abend, den Lisa Mauracher musikalisch untermalte.
Neben den zahlreichen Lehrlingen und deren Ausbildnern waren etwa auch Viking-GF Peter Pretzsch, Sandoz-Chef Ard van der Meij, Pflichtschulinspektorin Margarethe Egger, Vertreter der Sozialpartner sowie einige Bürgermeister und Gemeindevertreter zur Ehrung gekommen.

Bezirksstellenobmann Martin Hirner oblag die Begrüßung der Festgesellschaft und stellte fest, dass die Lehre "Fundament des praktischen Denkens" sei. Die Entscheidung für die Ausbildung sei zukunftsträchtig, denn wegen des akuten Fachkräftemangels "weiß ich, dass ihr immer einen Arbeitsplatz haben werdet", so Hirner zur "Elitetruppe der Lehrlinge".
Gemeinsam mit Verena Weiler und GF Peter Wachter überreichte er die Auszeichnungen an die Lehrlinge.

Immer mehr Maturanten machen Lehre

Im Zuge der Verleihung kamen auch Sandoz-Chef Ard van der Meij und Ausbildungsleiter Michael Öfner (Head Training Center, Sandoz GmbH) zu Wort. Das Unternehmen wurde jüngst mit dem Prädikat "Betrieb für Lernen in Europa" von BM Mahrer ausgezeichnet. "Wir sind bemüht, die Ausbildungssituation ständig zu verbessern", erklärte van der Meij. "Heutzutage bekommen wir 90 Bewerbungen für Lehrstellen im Jahr, vor einigen Jahren waren es 3-400", so die Kundler, "wenn der Pool kleiner wird, wird es schwieriger". "Wir müssen auch neue Wege beschreiten, wenn immer mehr Jugendliche in weiterführende Schulen gehen, darum wollen wir auch gezielt Maturanten ansprechen, dafür haben wir auch ein eigenes Programm initiiert. Unter unseren aktuell 187 Lehrlingen haben wir einen Anteil von rund 30 Prozent Maturanten", fährt Öfner fort.

Seit 67 Jahren werden in Tirol Lehrlingswettbewerbe abgehalten, mittlerweile in 64 Berufen, in denen die Auszubildenden ihr Können unter Beweis stellen können. Neben der Qualitätsüberprüfung für sich selbst und den Lehrbetrieb können die Jungprofis auch branchenübergreifende Kontakte knüpfen, lernen die Wettbewerbsatmosphäre kennen und können sich – bei entsprechendem Abschneiden – auch für die Bundesmeisterschaften und in Folge die "Euro-" oder sogar "WorldSkills" qualifizieren. Zudem sei eine solche teilnahme durchaus auch "Lebenslaufrelevant", weiß David Narr.
Im September 2020 finden erstmals seit ihrer Gründung die Berufseuropameisterschaften "EuroSkills" in Österreich statt, mehr als 100.000 Zuschauer werden in Graz erwartet, wenn dann über 500 Nachwuchsfachkräfte in 40 verschiedenen Berufen um den begehrten Titel "Europameister" kämpfen. Um in den rot-weiß-roten Kader für die Heimeuropameisterschaft zu gelangen, gibt es mehrere Wege.
Informationen dazu findet man unter skillsaustria.at
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