01.07.2016, 08:52 Uhr

Europapremiere bei Logistikern in Radfeld

Echtes Führerhaus aber ausgedachte Straße – der Fahrsimulator bei der Nothegger Transport Logistik GmbH in Radfeld. (Foto: Nothegger/Mitterer)

Die Nothegger Transport Logistik GmbH aus St. Ulrich am Pillersee sorgt für ein Novum in der Branche - als erstes Transportunternehmen in Europa betreibt es am Standort Radfeld einen High-Tech LKW-Fahrsimulator.

RADFELD. Als Lieferant fungierte die Firma "SiFaT Road Saftey GmbH" aus Berlin. "SiFaT" entwickelt und baut Simulatoren und bietet LKW-Fahrern Übungsmöglichkeiten, die bisher nur bei der Pilotenausbildung oder im Militärbereich zum Einsatz kamen. Eine Bauzeit von über vier Monaten und ein Investitionsvolumen im sechsstelligen Bereich geben Aufschluss über die Komplexität dieses Projekts.
Der Simulator besteht aus einem original Scania-LKW-Führerhaus auf einer Bewegungsplattform, womit sich die Kabine wie im echten Betrieb bewegen lässt. Mit realitätsnahen Projektionen von Umgebung, Fahrsituationen, Witterungsbedingungen und anderen Verkehrsteilnehmern lernen Kraftfahrer, wie sie kritische Situationen im Straßenverkehr vermeiden oder angemessen auf diese reagieren können.

Überzeugende Argumente

CEO Karl Nothegger jun. stellt dazu fest: „Das Durchschnittsalter unserer LKW-Flotte liegt bei unter zwei Jahren, zusammen mit unserem Reifenpartner betreiben wir aktives Reifenmanagement, alle Fahrzeuge sind mit einem modernen GPS-gestützten Telematiksystem ausgestattet – so gesehen sind wir auf dem letzten Stand der Technik. Jedoch liegt im Fahrverhalten des Lenkers ein Kraftstoff- Einsparungspotenzial von bis zu 10 Prozent. Und dieses Potenzial wollen wir möglichst effektiv nutzen.“

Hohe Erwartungen

Innerhalb eines Zeitraums von 18 Monaten sollen im Rahmen der Fahrerakademie die Lenker ein mehrstufiges Trainingsprogramm durchlaufen. Schäden an Fahrzeugen und Anhängern sollen sich aufgrund eines defensiveren Fahrstils um rund 15 Prozent und der Treibstoffverbrauch um mindestens fünf Prozent reduzieren. Neben der Verkehrssicherheit darf auch der Umweltaspekt nicht außer Acht gelassen werden. Der jährliche CO2-Ausstoß wird durch diese Maßnahmen um mindestens 4.000 Tonnen verringert, so Nothegger.

Ausbildungsstätte

Der Fahrsimulator steht auch externen Firmen zur Verfügung und kann mitsamt zertifizierten Trainern gebucht werden. Aufgrund der geografisch günstigen Lage an der der Inntalautobahn lässt sich der Simulator einfach erreichen.
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