20.04.2017, 15:15 Uhr

"Grundstein für weiteres Wachstum ist gelegt"

Am "Viking"-Standort in Langkampfen sind derzeit 414 Mitarbeiter beschäftigt. (Foto: Viking)

Gartengerätehersteller "Viking" bilanziert 2016 erneut mit starkem Umsatzplus (+37 Prozent), 167,2 Millionen Euro Bilanzsumme, mehr Mitarbeitern und optimistischen Aussichten, bevor 2019 aus Viking-Grün "Stihl"-Orange wird.

LANGKAMPFEN (nos). Alle Jahre wieder präsentiert der Gartengerätehersteller "Viking Gmbh" im April in Schaftenau die Unternehmensbilanz des abgelaufenen Geschäftsjahrs und wie gewohnt warten die "Vikinger" mit einem neuerlichen Umsatzrekord auf.

Im Jahr 2016 lag der Umsatz des Langkampfener Betriebs bei 266.900.000 Euro, was einen Anstieg um rund 73.000.000 Euro bzw. über +37 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015ergibt. Dementsprechend konnten sich GF Peter Pretzsch und seine "Vikinger" über "einige durchaus bahnbrechende Momente" im vergangenen Jahr freuen, die "anspruchsvollen gesteckten Ziele" habe man erreichen können, so Pretzsch, der auch optimisitsche Signale für das heurige Gartenjahr ortet.
Einen beträchtlichen Anteil am neuerlichen, satten Umsatzplus macht die weiter wachsende Akku-Fertigung für die Konzernmuter "Stihl" aus, in deren Schoß "Viking" mit dem Jahr 2019 auch Marken- und Farbtechnisch eintauchen wird. Die Akkusparte ist auch ein wichtiger Garant für den Standort in Langkampfen, die Beschäftigten bei "Viking" haben eine Arbeitsplatzgarantie von der Unternehmensleitung bekommen.
"Am Standort wird nicht gerüttelt, sondern eher ausgebaut!"

Beim Markenwechsel zu "Stihl" werde niemand um seinen Job bangen müssen, so GF Pretzsch, die "bodengebundenen Gartengeräte" (Mäher, Häcksler, etc) werden auch weiterhin vom "Kompetenzzentrum" in Schaftenau aus in die Welt gehen – allerdings, so hoffen die "Vikinger", mit größerer Reichweite im orangenen Kleid ab 2019. Leicht gefallen sei die Entscheidung zwar nicht, die Bekanntheit der Marke "Stihl", deren "wesentlich stärkere Zugkraft" und das weltweite Vertriebsnetz gaben den Ausschlag. "Viking"-GF Pretzsch hofft so auf noch größeres Wachsum in den nächsten Jahren:
"Wir werden weiter daran arbeiten unsere Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben!"


Wolfgang Simmer, Marketingleiter bei "Viking" und aktuell Präsident der „European Garden Machinery Federation“ (EGMF), der Brüssler Gartengerätelobby, präsentierte einige Neuheiten und Innovationen die "permanent das Feuer anfachen" sollen. So stellte "Viking" einen neuen Akkurasenmäher für Einsteiger vor, den "MA235". Die Reaktion der Handelspartner habe "unsere Planerwartungen bei Weitem übertroffen", meinte Simmer. Das Gerät soll "knapp unter 300 Euro" kosten, inklusive Akku und Ladegerät. 200 Quadratmeter Rasen bzw. 20 Minuten Akkubetrieb sollen damit möglich sein. Je nach Gartengröße empfehlen die Hersteller einen Zweitakku für den Wechselbetrieb – oder eine Kaffeepause zwischen den Gartenarbeiten, um den Akku zu laden.
Die "Serie 6", Profirasenmäher, wurde neu gestaltet und kommt mit Komfort-Einhandlenker und Alu-Chassis in sechs Modellen auf den Markt. Die Preisspanne reicht von "unter 1.000 Euro bis rund 2.000 Euro", erklärte Simmer.

Neben dem traditionell stärksten Absatzmarkt für "Viking" und die Branche, Deutschland, können sich die Rasenprofis auch über einen "schönen Aufschwung in Spanien", ihren stärksten prozentuellen Zuwachs in Italien, die Marktführerposition in Norwegen und ein "sehr erfolgreiches Jahr" im heimischen Markt freuen. Die Exportquote liegt dennoch wie in den Vorjahren unverändert bei 98 Prozent, so GF Peter Pretzsch:
"Eine leichte Senkung der Exportquote würde uns durchaus genehm kommen, denn das hieße, dass der österreichische Markt besonders anziehen würde. Wir freuen uns, wenn wir in unseren Heimspiel erfolgreich sind"


Ausblick auf 2017 und darüber hinaus

Mit zahlreichen Initiativen konnte sich "Viking" auch umweltpolitisch und mitarbeiterfreundlich positionieren. Der neueste Streich im Langkampfener Werk ist ein Fitnessraum für die Mitarbeiter, der sehr gut angenomen werde, wie Josef Koller erklärte. "Trotz unserer Größenordnung ist es uns gelungen, das Familiäre im Betrieb zu erhalten", freut sich Koller über das Klima unter den Mitarbeitern.
Auch wenn Jänner und Februar 2017 aufgrund des Wetter "nicht so günstig" verliefen, konnte "Viking" mit März mehr Fahr aufnehmen. "Wir streben auch für 2017 weiteres Wachstum an, der Grundstein dafür ist gelegt", meinte GF Pretzsch. Dementsprechend sucht "Viking" auch zusätzlich zu den derzeit durchschnittlich 414 Beschäftigten weitere Mitarbeiter, man habe "einen bunten Strauß an Stellenangeboten".
Auch nach dem angestrebten, durchgängigen optischen Wechsel von "Viking"-Grün zu "Stihl"-Orange in den ersten Monaten des Jahres 2019 werden weiterhin "grüne" Teile aus Schaftenau in die Welt geliefert, die Ersatzteile für "Viking"-Geräte sollen noch "über viele Jahre weiter verfügbar" bleiben, so Pretzsch.
"Natürlich wird es weiter grüne Ersatzteile geben!"

Trotz zunehmender Bedeutung der Akku-Geräte werden Benzin betriebene Geräte "auch in zehn Jahren noch im Profisektor zu erwarten" sein. Akku-Mäher und dergleichen verdrängen derzeit besonders Kabel gebundene Geräte, im "high-end Sektor" komme man allerdings wohl trotz ständig verbesserter Akkutechnologie mittelfristig noch nicht an die Leistung von Benzinern heran, meint "Viking"-GF Peter Pretzsch.

Der Gartengerätehersteller "Viking" wurde 1981 in Kufstein gegründet und gehört seit 1992 zu 100 Prozent der "Stihl"-Gruppe an. Damals erwirtschafteten 62 "Vikinger" 11 Millionen Euro Jahresumsatz. 2001 wurde die Produktion von Kufstein nach Langkampfen verlagert, seitdem wurde das Werk mehrmals vergrößert. Seit dem Jahr 2012 (Umsatz: 140 Mio. Euro) hat "Viking" seinen Umsatz auf 266,9 Millionen Euro im Jahr 2016 beinahe verdoppelt.
Die Bilanzsumme 2016 betrug 167,2 Millionen Euro – um 42,7 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.