20.10.2014, 13:44 Uhr

Wenn Parteien ihre Mitglieder befragen

ÖVP-Landesgeschäftsführer Sagartz: erfreut über den Rücklauf der Online-Befragung (Foto: ÖVP)

Die ersten Ergebnisse der ÖVP-Online-Umfrage liegen vor. Die SPÖ wertet ihre Befragung noch aus.

EISENSTADT (uch). SPÖ und ÖVP setzen derzeit voll auf die Mitbestimmung ihrer Mitglieder. „Die Burgenländer sollen mitreden können, wenn es um wichtige Zukunftsfragen für unsere Heimat geht“, meint ÖVP-Landesgeschäftsführer Christian Sagartz, der bereits auf erste Ergebnisse einer Online-Befragung verweisen kann, an der rund 500 burgenländische ÖVP-Mitglieder teilgenommen haben.

Gegen Vermögenssteuern

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Befragung sind aus ÖVP-Sicht wenig überraschend. So befürworten 64,4 Prozent eine Steuerreform in einzelnen Schritten. Die klare Mehrheit spricht sich dafür aus, keine Vermögenssteuern einzuführen, sondern steuerliche Entlastung durch Einsparungen in der Verwaltung, bei ÖBB und Frühpensionen zu finanzieren. Mehr als drei Viertel der Befragten wünschen sich mehr Mitsprache der Wähler, etwa durch eine stärkere Bedeutung der Vorzugsstimmen.

Jugendbeschäftigung und Lehre

Die wichtigsten Themen der ÖVP-Mitglieder sind laut dieser Online-Umfrage Jugendbeschäftigung und Lehre. die Entlastung der Familie und erneuerbare Energie. „Das sind Kernbereiche der ÖVP, die sowohl den Funktionären, als auch nun nachweislich unseren Mitgliedern besonders wichtig sind“, bestätigt Sagartz.

SPÖ: zufrieden über Feedback

Die größte Mitgliederbefragung ihrer Geschichte hat Anfang September die SPÖ Burgenland gestartet. Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen. Von den über 30.000 Fragebögen, die an die Mitglieder ausgeschickt wurden, sind bislang rund 15.000 zurückgeschickt worden. „Das Ergebnis wird in den kommenden Wochen präsentiert werden“, so SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich, der sich über den Rücklauf mehr als zufrieden zeigt. „Das Feedback reicht von positiven Rückmeldungen bis hin zu persönlichen Anliegen und Vorschlägen für die politische Arbeit. Einem Fragebogen wurden zehn ausgeschriebene A4-Seiten angehängt“, sagt Hergovich nicht ohne Stolz.

Kommentar von Chefredakteur Christian Uchann
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