08.06.2017, 09:13 Uhr

BEWAG-Prozess: vier Schuldsprüche

Ein Windpark-Projekt der BEWAG in Ungarn stand im Mittelpunkt eines Prozesses.

15 Monate bedingt für Ex-Vorstand Lukits

EISENSTADT. 28 Tage hatte sich ein Schöffensenat mit Bestechungs- und Untreuevorwürfen rund um ein Windkraftprojekt der BEWAG in Ungarn befasst. Am Mittwoch wurden die Urteile verkündet.

Freispruch für Vorstandskollegen

Ex-Vorstand Hans Lukits wurde zu 15 Monaten bedingter Haft und 21.600 Euro Geldstrafe verurteilt. Sein Kollege Josef Münzenrieder wurde im Zweifel freigesprochen. Drei weitere Mitangeklagte erhielten Geld- sowie bedingte Haftstrafen im Ausmaß von zehn bis 13 Monaten. Außerdem müssen die vier Verurteilten der Energie Burgenland AG als Privatbeteiligter im Verfahren 342.000 Euro zur ungeteilten Hand zahlen. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Vorwurf: Schmiergeldzahlungen

Die Ankläger der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hatten den Vorwurf erhoben, dass rund um das Projekt Schmiergeldzahlungen geflossen sein sollen.
Die Angeklagten hatten während der Verhandlungen immer wieder ihre Unschuld betont. Lukits wies in seinem Schlusswort darauf hin, dass er in seiner 30-jährigen Vorstandstätigkeit niemals angeordnet oder geduldet habe, „auch nur einen Cent Schmiergeld zu bezahlen.“
Vier weitere Angeklagte, darunter frühere Manager von BEWAG-Töchtern, wurden freigesprochen.
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