01.06.2017, 10:46 Uhr

"Zukunft der Freiheit" - Europäische Toleranzgespräche in Kärnten

Für Hannes Swoboda, Präsident des Kuratoriums, ist Freiheit eine Sache der Kultur und der Emotionen (Foto: pixabay)

Für Villachs Bürgermeister Günther Albel sind die Toleranzgesprächen ein starkes Zeichen, das über Kärnten hinaus Wirkung zeige.

Dieses Jahr finden die dritten Europäischen Toleranzgespräche in Fresach und Villach statt. Unter dem Titel "Die Zukunft der Freiheit. Europas Zivilgesellschaft und die Folgen der Globalisierung" sollen Wege aufgezeigt und Versuche unternommen werden, die Souveränität über unsere Freiheit und Demokratie zurückzuerobern und zu sichern.

"Reich der Freiheit" und "ein Reich der Notwendigkeit"

Gestern wurde das Toleranzfestival im Congress Center Villach eröffnet. "Die Toleranzgespräche sind eine großartige Bereicherung des Landes", so Landeshauptmann Peter Kaiser. Für ihn sei die Zukunft der Freiheit, vor allem im Bezug auf die zunehmende Überwachung ein herausforderndes Thema. "Freiheit steht immer im Zusammenhang und Wechselspiel zu anderen Werten wie Solidarität und Gleichheit. Freiheit ohne Toleranz etwa wäre jedenfalls nicht ideal. Die Freiheit des Einzelnen ende dort, wo sie die Freiheit des anderen gefährde", sagt Kaiser. Frei nach Karl Marx müsse es ein "Reich der Freiheit", aber auch "ein Reich der Notwendigkeit", geben.
Auch für Superintendent Manfred Sauer ist die Freiheit ein kostbares Pflänzchen. Er fordert, dass die Menschen ihre Stimmen erheben sollten, wenn sie in Gefahr ist. Allzu oft gebe es Momente des Wegschauens. Für Villachs Bürgermeister Günther Albel sind die Toleranzgesprächen ein starkes Zeichen, das über Kärnten hinaus Wirkung zeige. "Grundprinzipien der Freiheit und Toleranz müssten außer Streit gestellt sein", so Albel.

Diskussionen und Tischgespräche

Zum Auftakt in Fresach heute haben alle anwesenden Teilnehmer an 50 Runden Tischen die Gelegenheit, ihre persönlichen Ansichten zum Thema Freiheit zu formulieren. Im Anschluss findet eine Diskussion zum Thema "Luther und die Freiheit - was bleibt von der Reformation?" statt.
Am 2. Juni ist Unternehmertag: An diesem tag wird über die Themen Freier Markt, Freihandel und freies Unternehmertum diskutiert. Am 3. Juni bildet das Toleranzfrühstück den Abschluss, bei dem es die Gelegenheit gibt, mit bekannten Autoren, Wissenschaftlern und Ökonomen an einem Tisch zu sprechen.


Mehr Infos unter: www.fresach.org
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