09.08.2018, 11:48 Uhr

Arbö-Pannenreport: St. Veiter Schnellstraße bei Pannen besonders gefährlich!

Von Jänner bis Ende Juli mussten Arbö-Pannenhelfer 5.101 Mal ausrücken (Foto: Arbö)

Zum ersten Mal hat der Arbö einen Pannenreport für Kärnten erstellt. Probleme mit der Batterie waren heuer bisher am häufigsten. Es gibt auch besonders gefährliche Pannen-Strecken.

KÄRNTEN. Interessante Informationen liefert der erste Arbö-Pannenreport, der Zahlen von Jänner bis Ende Juli enthält. Demnach mussten die Arbö-Pannenhelfer in diesem Zeitraum 5.101 Mal ausrücken, im Schnitt 24 Mal am Tag. Nach durchschnittlich 25 Minuten waren sie zur Stelle. Stärkstes Pannen-Monat war der Februar - mit 915 Einsätzen, vor allem aufgrund der Kältewelle. 

Gefährlich: Schnellstraße und Soboth

Starthilfe musste am öftesten gegeben werden. Auf Platz zwei landen mechanische Defekte wie etwa ein Reifenschaden. Elektronische Probleme rangieren auf Platz drei. Pannen-Hotspots sind die Südautobahn (A 2), gefolgt von der Tauernautobahn (A 10). Gefährliche Pannen-Strecken gibt es in Kärnten auch: Die St. Veiter Schnellstraße ist wohl am gefährlichsten, denn es fehlt ein Pannenstreifen. Arbö-Betriebsleiter Günther Friesacher bestätigt: "Hier ist fast jeder Panneneinsatz eine lebensgefährliche Angelegenheit."
Ein Problem stellt auch die kurvige Soboth dar, besonders für rasende Biker.
 
Auch spannend: Um die Mittagszeit sind die Pannenhelfer am stärksten gefordert. Wobei im Bereich der E-Autos kaum Einsätze zu verzeichnen sind. 

Arbö-Mitarbeiter als Brautkleid-Lieferant

Und auch eine besonders skurrile Panne verrät der Report: Im Juli verwandelte sich ein Wolfsberger Pannenfahrer zum Brautkleid-Lieferanten. Das Auto der Braut war auf dem Weg zur Schneiderin auf der Weinebene liegengeblieben. Also rückte der Arbö aus und brachte Kleid und Fahrzeug schnell zurück nach Wolfsberg.

Das richtige Absichern einer Pannenstelle ist übrigens sehr wichtig, doch hier erleben die Arbö-Pannenhelfer oft haarsträubende und gefährliche Situationen, weiß Arbö-GF Thomas Jank: "In der Hektik rund um eine Panne werden regelmäßig elementarste Sicherheitsbestimmungen vergessen."

Das ist zu tun bei einer Panne!

  1. Fahrzeug - wenn möglich - abseits der Fahrbahn abstellen.
  2. Warnblinkanlage einschalten.
  3. Fahrzeug nur mit angezogener Warnweste verlassen.
  4. Pannenstelle mit Warndreieck absichern. Empfohlen werden folgende Distanzen: mindestens 50 Meter (Ortsgebiet), mindestens 100 Meter (Landstraße), mindestens 150 Meter (Autobahn).
  5. Nicht im Fahrzeug auf Hilfe warten, sondern - wenn möglich - abseits der Fahrbahn (auf der Autobahn unbedingt hinter den Leitplanken).
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