21.06.2017, 06:30 Uhr

Back to Carinthia: Initiative will Junge zurück ins Land holen

Ab nach Kärnten: Initiative für Kärnten will mit ihrem neuen Projekt Kärntner in Wien ins Land zurückholen (Foto: mev.de)

Die Initiative für Kärnten startet Rückholaktion für Junge in Wien. Appell an Kärntner Politiker.

KÄRNTEN. "Back to Carinthia" heißt das aktuelle Projekt der "Initiative für Kärnten". Geschäftsführerin Margit Heissenberger will damit junge Kärntner in Wien wieder in ihre Heimat zurückholen. "Viele wollen wieder zurück", sagt sie nach ersten Treffen und Veranstaltungen in Wien, "glauben oft aber gar nicht daran, dass es in Kärnten Möglichkeiten oder Perspektiven gibt."
Dem will die Initiative nun entgegenwirken. "Wir sprechen persönlich mit den Leuten", sagt Heissenberger. Bei Veranstaltungen in Wien werden Treffen zwischen Kärntner Studenten und Unternehmern aus Kärnten arrangiert. Dieser "Salon Kärnten" soll eine regelmäßige Einrichtung werden.
Heissenberger: "Das Projekt hat voll eingeschlagen." Es seien vor allem Junge in Ausbildung oder solche Kärntner, die bereits Kinder im Schulalter haben und zurückkehren wollen. Kontakte knüpft die Initiative in Studentenheimen, über vorhandene Vereinigungen oder über Facebook.

Appell an Kärntner Politiker

Zufrieden ist Heissenberger mit der Anzahl der Mitstreiter noch nicht. Deshalb richtet sie einen Appell an Kärntner Politiker – vor allem in den Gemeinden. "Sie sollen uns Leute nennen, die den Willen haben zurückzukehren", fordert sie auf. Kommunalpolitiker würden wissen, in welchen Familien es junge Leute in Ausbildung gibt bzw. in welchen Unternehmen qualifizierte Kräfte gebraucht werden.

Plattform für Firmen in Kärnten

Einen weiteren Schritt plant Heissenberger für die nahe Zukunft. Auf der Homepage der Initiative sollen Unternehmer freie Stellen anbieten können und so Rückkehrwillige für sich gewinnen. Heissenberger: "Ich wünsche mir, dass Stellen vorrangig mit Kärntnern besetzt werden, die ihre Ausbildung außerhalb des Landes absolvieren."
Auch Patenschaften für Rückkehrwillige hat Heissenberger ins Leben gerufen. "17 Personen haben sich sofort gemeldet", freut sie sich. Renommierte Persönlichkeiten aus der Wirtschaft fungieren als Mentoren. Sie coachen die jungen Kärntner und öffnen ihr Netzwerk. "Vor allem in den ersten fünf Jahren ist der Bezug zur Heimat noch groß", glaubt Heissenberger, "wichtig ist, dass der Kontakt aufrecht bleibt."

Mit allen Kärntner Leader-Regionen

In der ersten Phase ist "Back to Carinthia" für Villach und Umgebung vorgesehen – eine Förderung der EU macht's möglich. Schon bald will Heissenberger in ganz Kärnten tätig sein. "Ich will daraus ein Gesamt-Kärntner Projekt machen – das Problem ist in allen Regionen dasselbe", sagt sie.

Zur Sache - Back to Carinthia

Die "Initiative für Kärnten" will Junge in Wien wieder nach Kärnten zurückholen.

Dafür vernetzen die Verantwortlichen Rückkehrwillige mit Unternehmern aus Kärnten. Regelmäßig findet der "Salon Kärnten" in Wien statt.

Kommunalpolitiker können nun Rückkehrwillige aus ihren Gemeinden benennen, damit auch diese in das Netzwerk in Wien eingebunden werden.
Eine Plattform für Unternehmen, die freie Stellen mit Heimkehrern besetzen will, wird auf der Homepage eingerichtet.

Weitere Informationen auf der Homepage: www.fuer-kaernten.at
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Elvira Eberhard aus St. Veit | 24.06.2017 | 15:16   Melden
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Gerd Leitner aus St. Veit | 26.06.2017 | 09:16   Melden
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Elvira Eberhard aus St. Veit | 26.06.2017 | 20:37   Melden
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