28.09.2017, 18:00 Uhr

Seit drei Jahrzehnten fürs Büro ohne Papier

Unternehmer Didi Tragbauer beim Business Lunch im Rocket-Bistro in Velden - mit Gerd Leitner (Foto: Wajand)

Didi Tragbauer werkt seit 30 Jahren an Digitalisierung von Dokumenten - Sicherheit als zentraler Faktor.

KÄRNTEN. Der Klagenfurter Unternehmer Didi Tragbauer genießt gerne die Küche von Tourismus-Profi Andreas Hofmayer. Nachdem die Saison im Veldner Sol-Beach-Club bereits beendet ist, wählt Tragbauer für den Business Lunch das Rocket-Rooms.
Als Firmengründer von PMI-Software ist Tragbauer seit nun 30 Jahren in der digitalen Welt unterwegs. Er erinnert sich: "Damals haben alle begonnen, selbst Dokumente auszudrucken – ich habe mir gedacht, wofür?" Seitdem werkt er – gemeinsam mit seinem 25-köpfigen Team – an Lösungen für das "papierlose Büro".

Post kommt digital

"Dokumenten-Management", heißt das Zauberwort. Jegliche Post wird digitalisiert und erreicht in Unternehmen – ohne Papier – jene Mitarbeiter, die es betrifft. "Viele haben das nicht im Griff, wir machen es bereits seit vielen Jahren", sagt Tragbauer. Nötig ist dafür eine Software, die Sendungen klassifiziert. "Wer soll welches Dokument bekommen", so die Frage. Auch nach Fristen werden Zusendungen klassifiziert.
Die Folge sei, dass niemand mehr mit Papier-Stapeln durch Büroräume gehen muss, um sie zu verteilen. Tragbauer: "Mitarbeiter sind mit dem Scannen von Briefen beschäftigt und greifen ein, wenn eine Sendung für das System neu ist." Die Software lerne dann, sie künftig zu verarbeiten.
"Mit unseren Systemen spart man sich bis zu 90 Prozent an Zeit und auch Kosten", weiß Tragbauer. Dass Arbeitnehmer mit den neuen Lösungen Jobs verlieren, kann er nicht bestätigen. "Wer bei der Digitalisierung mitmacht, muss keine Arbeitsplätze abbauen", ist er sich sicher. Seine Kunden – immerhin mehr als 300 mit weit über 1.000 Standorten – würden Umsätze vervielfachen, ohne Kosten steigern zu müssen.
Dass jede Branche von diesen Umwälzungen betroffen ist, ist für Tragbauer eine klare Sache. Lediglich kleine Unternehmen bis zu zehn Mitarbeitern könnten derzeit wohl noch darauf verzichten. Tragbauers PMI-Software betreut etwa alle Krankenhäuser in Vorarlberg, rund 80 Prozent der Spitäler in Tirol und viele Handelskonzerne und Speditionen.
"Außerhalb von Kärnten ist es für uns leichter", spricht er aus Erfahrung. In Kärnten zählen die Krankenhäuser in Friesach und Villach sowie der Villacher Magistrat zu den Kunden. Bei Letzterem sei man bereits recht weit. "Jetzt folgen weitere Gemeinden", freut er sich auf die Arbeit in Kärnten.

Sicherheitslücke: Kopierer

Die Sicherheit ist gerade in der Digitalisierung ein großes Thema. "Bei uns sind alle Dokumente zu 100 Prozent verschlüsselt", sagt Tragbauer. Nicht einmal Mitarbeiter in der IT hätten Zugriff auf die Inhalte. Gerade in Krankenhäusern sei das bei Patientenakten von enormer Bedeutung.
Keineswegs aber seien digitale Dokumente ein Problem für die Sicherheit. "Kaum jemand weiß, dass Kopierer die größte Sicherheitslücke in Unternehmen sind", sagt der Unternehmer. Sämtliche Kopien werden nämlich im Gerät gespeichert. Wird also die Festplatte erneuert, verlassen Daten das Büro und können verwendet werden. Tragbauer: "Dagegen hilft nur das Schreddern des Datenträgers – mit Zertifikat."

Mit richtigem Style durch Veldner Tage

VELDEN. "Ich wollte einfach ein Design-Hotel in Velden etablieren", umschreibt Gastronom Andreas Hofmayer die Idee zu seinem Rocket-Rooms. Durch die schlanke Struktur könne das Haus das ganze Jahr über geöffnet sein.
Mit Stil geht es auch im angeschlossenen Bistro zur Sache – von der Einrichtung bis hin zur Speisekarte. Schon zum Frühstück will Hofmayer seine Gäste begeistern – später gibt es dann stylische Snacks und Burger.

Zur Sache - Menü

Im Design-Hotel "Rocket Rooms" in Velden serviert Hausherr Andreas Hofmayer moderne Gerichte.

Auf der Karte stehen Burger, Snacks und Salate. Auch mit einem Frühstücksbuffet will das Haus die Gäste überzeugen.

Beim Business Lunch kam auf den Teller:

Roh gebeizte Bio-Lachsforelle mit Avocado-Creme, Algensalat, rote Rübe und Zitronen-Öl

Rote Curry-Suppe mit Garnelen, Paprika und Jungzwiebel

Dry Age Rib Eye Steak mit getrocknetem Zwiebelsalz, dazu Süßkartoffelpüree, Broccoli, konfierte Tomate und Kalbsjus
2
2
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.