29.03.2017, 08:01 Uhr

Alles Garten: Fit für den Frühling

Was gibt es Schöneres, als dem Garten im Frühling beim Gedeihen der einzelnen Pflanzen zuzusehen. (Foto: Alexander Haiden/Natur im Garten)

Die Bezirksblätter und "Natur im Garten" verraten Ihnen, wie Sie Ihren Garten aus dem Winterschlaf holen.

NÖ. Die Vögel beginnen zu zwitschern und die Sonnenstrahlen mehren sich von Tag zu Tag. Höchste Zeit um den Garten herzurichten.

Dezenter Frühjahrsputz
Laub und Grasschnitt, die auf den Beeten den Winter über als Mulch verbleiben durften, können jetzt in die Erde eingearbeitet werden. Abgestorbene Stauden werden abgeschnitten und kompostiert. Aber Vorsicht, denn jetzt zeigen sich bereits die ersten Blumenzwiebelspitzen, und diese wollen nicht zertrampelt werden. Auch aufkeimende Unkräuter sind nun gut zu jäten, da sie noch klein sind. Gleichzeitig wird der Boden vorsichtig mit einer Grabgabel oder einem Sauzahn gelockert.

Von Anfang an richtig düngen
Nun ist der optimale Zeitpunkt, um den Pflanzen Nahrung in Form einer Kompostgabe zu gönnen. Kompost, auch das „Gold des Gärtners“ genannt, ist ein langsam wirkender, organischer Dünger und kann im eigenen Garten selbst hergestellt werden. Bringen Sie den Kompost flächig auf und harken Sie ihn leicht ein. Damit sind die Beete optimal vorbereitet und die Pflanzen bestens für die Saison versorgt.

Wie viel Kompost es braucht
Gemüsepflanzen mit hohem Nährstoffbedarf vertragen gut und gerne vier bis sechs Liter Kompost pro Quadratmeter. Das entspricht einer knapp einen Zentimeter hohen Kompostschicht. Bei den meisten Stauden reichen ein bis zwei Liter pro Quadratmeter aus. Aber Achtung: Bekommen Pflanzen zu viel Nahrung, werden sie anfällig für Schädlingsbefall und Pilzkrankheiten.

Mulchen statt Jäten
Hat sich der Boden erwärmt, wird gemulcht. Das bedeutet, der nackte (unbewachsene) Boden zwischen den Pflanzen wird mit einer dünnen Schicht Grasschnitt, Holzhäcksel, Laub oder anderem Mulchmaterial bedeckt. Unkräuter werden so unterdrückt und Sie ersparen sich das Jäten.
Zusätzlich schützt die Mulchschicht vor Auswaschung durch Regen und vor raschem Austrocknen des Bodens durch intensive Sonnenbestrahlung. Und die Regenwürmer freuen sich besonders, denn sie ziehen abgestorbene Pflanzenreste in den Boden und verarbeiten diese zu feinem Humus. Die Regenwurmgänge verbessern außerdem die Bodenbelüftung und die Wasseraufnahme des Bodens.

Womit gemulcht wird
Für Gemüse- und Kräuterbeete eignet sich der Rasenschnitt, wobei man diesen nicht zu dick auftragen soll, da er sonst leicht zu faulen beginnt. Haben Sie viele Schnecken im Garten, empfiehlt sich Flachsmulch, den mögen die Schnecken nämlich gar nicht. Erdbeeren lieben eine dünne Decke aus Stroh. Die Früchte werden dadurch vor Verschmutzung und Schimmel geschützt.
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Regina Höhn aus Margareten | 07.04.2017 | 12:27   Melden
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