06.12.2017, 13:57 Uhr

Die "30 unter 30" der SPÖ Niederösterreich

Michael Kögl, Sandra Akranidis-Knotzer, Franz Schnabl, Patricia Fuchs, Mirza Buljubasic, Angelika Preissl. (Foto: SPÖ NÖ/Herbert Käfer)

SPÖ NÖ präsentiert Jugendliche und junge KandidatInnen für die Landtagswahl

„Ich selbst bin ein alter Jugendlicher“, zitiert SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Landesrat Franz Schnabl im Rahmen eines Pressegesprächs, bei dem er eine Auswahl der SPÖ NÖ JugendkandidatInnen präsentiert, Bruno Kreisky.

„Wir wollen, dass junge Menschen Teil der Sozialdemokratie in Niederösterreich sind und wir gemeinsam die besten Lösungen für die Zukunft Niederösterreichs finden.“ Eine wichtige Grundlage für gute und gerechte Jugendpolitik müsse sein, dass „wir den Jugendlichen und ihren Familien soziale Sicherheit bieten. Deshalb setzen wir uns ein für ausreichende soziale Unterstützung und leistbare Wohnungen für junge Menschen, gute Ausbildungsförderungen und für fair bezahlte Arbeit“, erklärt Schnabl: „Wir wollen beste Bildungschancen von Anfang an, aber auch ausreichende Freiräume zur individuellen Entfaltung. Darum setzen wir auf moderne Ganztagsschulen, eine Berufsausbildungsgarantie, gebührenfreie und gut ausgestattete Studienplätze. Junge Menschen möchten mitmischen. Sie sollen möglichst früh Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen können – und zwar in Schule, Kinder- und Jugendarbeit, Vereinen, Parlamenten, Gewerkschaften und in der Nachbarschaft.“ Schnabl setzt bei der KandidatInnenliste der SPÖ NÖ auf junge Menschen in der Politik: „Weil Niederösterreich Zukunft braucht!“

Insgesamt sind auf den Bezirks- bzw. Wahlkreislisten 298 KandidatInnen nominiert, davon sind 48,66 Prozent (145) Frauen und 51,34 Prozent (153) Männer. 30 KandidatInnen sind unter 30 Jahre alt und 83 unter 40 Jahre. Schnabl stellte heute in der Pressekonferenz stellvertretend für alle Jugendlichen und jungen Menschen auf den Wahlkreislisten Mirza Buljubasic, SJNÖ-Landesvorsitzender aus dem Bezirk Amstetten, Michael Kögl, Stv. Landesvorsitzender der Jungen Generation NÖ (Bezirk St. Pölten), Patricia Fuchs (Mödling, ProGe Landesjugendsekretärin), Angelika Preissl (Bezirk Gmünd) und Sandra Akranidis-Knotzer (Bezirk Baden) vor.

„Ich bin viel in Niederösterreich unterwegs, und überall brennen den Jugendlichen zwei Sachen unter den Fingernägeln: Mobilität und junges, leistbares Wohnen. In beiden Bereichen hat die ÖVP Niederösterreich völlig versagt“, erklärt der Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend, Mirza Buljubasic: „Im Landtag hat die ÖVP gegen die Ausweitung des TOP-Jugendtickets gestimmt, und Sobotka als Landesrat hat lieber mit Wohnbaugeldern spekuliert, statt günstiges Wohnen zu ermöglichen. Das will ich ändern, ich will die Stimme der Jugendlichen sein und nicht nur für sie, sondern mit ihnen für ein besseres Niederösterreich kämpfen. Meine Vision ist, in einem Niederösterreich zu leben, in dem alle die gleichen Chancen und Rechte haben, in dem es egal ist, woher man kommt, wo man geboren ist, wie wohlhabend die Eltern sind, welches Geschlecht man hat, wen man liebt." Der 27-Jährige kommt aus Amstetten, ihm fehlt bei seinem Studium der Rechtswissenschaften nur mehr eine Prüfung.

Patricia Fuchs, 23 Jahre alt, ist Gemeinderätin in Hennersdorf im Bezirk Mödling und Jugendsekretärin bei der FSG NÖ. „Meine Motivation finde ich immer wieder in den Menschen. Mir ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen und etwas in unserem Land zum Guten der NiederösterreicherInnen zu verändern“, sagt Fuchs. Eines ihrer Ziele sei das leistbare Wohnen für alle: „Alles wird immer teurer und es ist kaum mehr möglich einen Ein Mann/Frau Haushalt führen zu können ohne sein Leben lang Ab- oder Nachzuzahlen zu müssen.“ Zudem setze sie sich dafür ein, Lehrstellen attraktiver zu machen – sowohl für Jugendliche, als auch für Betriebe.

Michael Kögl aus St. Pölten ist 26 Jahre alt und Organisationssekretär bei den Kinderfreunden Österreich, außerdem leitete er ein Projekt für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. "#Fürunsalle – das ist der Kern meines Wahlkampfs und steht zentral dafür, warum ich politisch aktiv bin: Ich möchte, dass die Dinge besser werden und zwar für alle Menschen. Dabei muss es wurscht sein, ob man reiche Eltern hat, oder nicht. Es muss egal sein, ob man hier geboren ist, oder in einem anderen Land. Es darf keine Rolle spielen, ob man Frau ist, oder Mann. Es muss unerheblich sein, ob ich eine Behinderung habe, oder nicht. Und ich will lieben können, wen ich will! Für uns alle stellen sich dieselben Fragen: Wohnen? Muss man sich leisten können! Von A nach B kommen? Läuft bei dir! Eine g‘scheite Schule besuchen? Das darf keine Frage sein! Abgesichert sein, wenn alle Sticke reißen? Klar sind wir für dich da! Um das geht's und um viel mehr. Gemeinsam sind wir bunt, gemeinsam sind wir viele, gemeinsam können wir das schaffen! Und zwar für uns alle!"

Sandra Akranidis-Knotzer hat an der BOKU Kulturtechnik und Wasserwirtschaft studiert und arbeitet beim Wasserleitungsverband der Triestingtal- und Südbahngemeinden – derzeit ist die zweifache Mutter, die in Traiskirchen Stadträtin und Ausschuss-Vorsitzende für Kinder, Jugend und Integration ist, in Karenz. Sie will sich „stark machen für unsere Kleinsten, für unsere Kinder“, wie sie sagt: „Ich möchte berufstätigen Eltern die Gewissheit geben, dass es ganzjährig und ganztägig Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder gibt – außerdem setze ich mich dafür ein, gute Bildungschancen für unsere Kinder zu sichern.“ Für die junge Mutter ist es außerdem wichtig, Kindern, Jugendlichen und Familien Raum für Freizeit anbieten. Dazu gehört auch Naturschutz sowie naturnahe Planungen zu fördern, z.B. naturnahe Spielplätze.

Angelika Preissl aus Schrems ist 27 Jahre alt. Sie hat Lehramt Geographie und Wirtschaftskunde, Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung studiert und arbeitet derzeit bei einer NGO als Projektkoordinatorin. „Warum ich mich politisch engagiere, beschreibt ein Zitat aus einem Lied der Ärzte ziemlich genau: ‚Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt.‘ Deshalb setze ich mich dafür ein, dass auch in ländlichen Gebieten der öffentliche Verkehr und die digitale Infrastruktur ausgebaut werden. Damit man auch als junger Mensch dort eine Zukunftsperspektive hat und nicht zur Abwanderung gezwungen wird, weil man seinen Arbeitsplatz nicht in einer vernünftigen Zeit erreichen kann, oder Arbeitsplätze verloren gehen.“ Ebenfalls ein Ziel von ihr ist es, das Angebot an Ganztagesschulen mit verschränktem Unterricht weiter auszubauen: „Dafür benötigt man in den Schulen nicht nur mehr LehrerInnen, sondern auch mehr begleitendes Personal, wie SchulpsychologInnen, SozialpädagogInnen und FreizeitpädagogInnen, um die LehrerInnen zu entlasten, um bei Krisensituationen sofort HelferInnen vor Ort zu haben und um einen verschränkten Unterricht professionell zu gestalten.“
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