11.11.2016, 12:57 Uhr

Lokalmatador bei der Rallye Waldviertel 2016: In einer Klasse mit den absoluten Topstars

Michael Böhm will zum Saisonabschluss mit seiner neuen Co-Pilotin Tatjana Praschl nochmal alles geben und die Zuschauer bei der 36.Rallye Waldviertel, am 18. und 19.November 2016, begeistern (Foto: Auto Aktuell)

Michael Böhm fährt am 18. und 19.11.2016 bei der 36.Rallye Waldviertel mit einem Mitsubishi Evo IX und neuer Co-Pilotin in der stärksten Klasse

Die persönliche Herzensangelegenheit Rallye Waldviertel wird für Michael Böhm zum ganz besonderen Erlebnis.

Nach seinem S2000-Abenteuer im letzten Jahr wird der dreifache 2WD-Staatsmeister auch 2016 beim nächstwöchigen Saisonabschluss (am 18. und 19.November) in einem Allrad-getriebenen Fahrzeug sitzen und sich somit mit den besten Piloten des Starterfeldes messen können.

In einer Klasse mit den absoluten Topstars

"Nachdem der Opel-Cup entschieden ist, habe ich mit dem Einverständnis meines Teamchefs Willi Stengg die Möglichkeit wahrgenommen, die letzte Rallye des Jahres nicht im Opel Adam, sondern mit einem Mitsubishi Evo IX zu bestreiten", erklärt Michael Böhm, der auf den zweiten 4WD-Einsatz seiner Karriere brennt.

"Die Faszination Rallye Waldviertel ist eine ganz besondere. Schon als sie noch Semperit-Rallye geheißen hat, war es mir ein Bedürfnis, da dabei zu sein. Umso mehr freut es mich, dass ich diesmal unter anderem dank der speziellen Unterstützung der Druckerei Berger und webnotar.at wieder in einer Klasse mit den absoluten Topstars mitfahren kann."

Alles Neu: Co-Pilotin aus Niederösterreich, Auto aus der Steiermark

Der Bolide stammt vom steirischen Rallyepiloten Gunthard Puchleitner. Nicht nur das Auto ist für Böhm neu, sondern auch die Copilotin: Statt der Deutschen Jasmin Noll sitzt diesmal die Niederösterreicherin Tatjana Praschl am Beifahrersitz.

Böhm: "Eigentlich sollte ich mit Tatjana schon beim ARC-Lauf in Dobersberg im Vorausauto fahren. Das ist aber dann leider nicht zustande gekommen. Deshalb haben wir gesagt, wir holen das diesmal rennmäßig nach." Praschl war heuer großteils mit Willi Rabl in der Historischen Staatsmeisterschaft im Einsatz.

Die Erwartungshaltung für St. Pölten/Grafenegg schraubt Michael Böhm freilich aus mehreren Gründen vorsichtig zurück. "Wir steigen praktisch in den Mitsubishi ein und fahren die Rallye damit. Zum Testen blieb leider keine Zeit. Zum anderen ist das Starterfeld wirklich unglaublich stark. Allein zwölf R5-Autos sprechen schon Bände. Da muss man mit einem Top-ten-Platz wohl schon sehr zufrieden sein. Und last but not least bin ich nach meinem Ausfall bei der Liezen-Rallye noch immer nicht ganz fit."

"Es schmerzt auch, wenn ich nix mach!"

In der Steiermark musste der Niederösterreicher bekanntlich wegen zu starken Rückenschmerzen auf- und den heurigen Opel-Adam-Cup verloren geben. "Es ist noch immer nicht ganz klar, was das genau ist. Einerseits heißt es eine entzündliche Nervengeschichte, andererseits dass vielleicht doch die Bandscheibe auch was abbekommen hat. Tatsache ist, dass es bei bestimmten Beanspruchungen noch immer weh tut."

Weshalb Böhm derzeit im Physioathletic-Institut von Patrick Kasztner in seinem Heimatort Ebreichsdorf Überstunden macht. Ans Nicht-Fahren im Waldviertel hat er nie gedacht. "Was soll’s, es schmerzt auch, wenn ich nix mach. Und wenn ich nicht dabei wäre, kämen zu der Qual die Entzugserscheinungen noch dazu."
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