13.04.2017, 08:50 Uhr

Niederösterreichs Arbeitsmarkt erholt sich: 2017 wird deutlich besser als befürchtet

AMS-Geschäftsführer Karl Fakler.

Das Arbeitsmarktservice Niederösterreich (AMS) revidiert seine Prognose: Statt 6,9 Prozent wird die Arbeitslosigkeit heuer aufgrund besserer Wirtschaftsdaten nur um 2,8 Prozent steigen.

Erleichterung bei Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des AMS NÖ: "Wir gehen davon aus, dass wir heuer im Frühjahr oder Sommer immer wieder ein Minus vor den monatlichen Arbeitslosenzahlen stehen haben werden. Über alle Monate des Jahres betrachtet, werden wir aber mit einem kleinem Plus von 2,8% Bilanz ziehen müssen."

Immerhin wird damit die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich im Vergleich zum Vorjahr aber weit weniger stark steigen als noch zu Jahresbeginn angenommen (+6,9%). In Summe werden heuer 61.500 Personen arbeitslos sein, das sind um 1.600 Jobsuchende mehr als im Jahresschnitt 2016.

Positiver Trend dank wachsender Wirtschaft

Möglich macht die positive Anpassung der Prognose ein vermutetes stärkeres Wirtschaftswachstum. So rechnet etwa das WIFO mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um zwei Prozent. Damit einher geht eine stärke Nachfrage nach Arbeitskräften. Hinzu kommt, dass "vor allem die Zahl der Arbeitskräfte aus dem EU-Raum sowie der asylberechtigten Personen, die auf den niederösterreichischen Arbeitsmarkt drängen, weniger hoch sein als angenommen“, so Fakler.

All dies sorgt für eine Abflachung des Anstiegs der Arbeitslosigkeit. Eine Trendumkehr ist dies aber noch nicht. Die niederösterreichische Arbeitslosenquote wird 2017 bei 9,2% liegen. Das ist ein geringfügiger Anstieg um 0,1%-Punkte im Vergleich zu 2016.
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