07.06.2017, 11:19 Uhr

Jugend liebt das Smartphone – streamen und Freunde treffen hoch im Kurs

Jugendliche und ihr Handy: Eine Symbiose, die noch intensiver wird. (Foto: panthermedia.net/oneinchpunch)
OÖ. Die Freizeitgestaltung der oberösterreichischen Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren dreht sich vor allem um ihre Freunde – und das vorwiegend offline. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Jugendstudie des Landes OÖ, die vom market Institut durchgeführt wurde.
Freunde treffen ist für 80 Prozent der jungen Leute wichtig und rangiert noch vor der Kommunikation mit diesen über WhatsApp oder Facebook (73 %). 70 Prozent der Jugendlichen beschäftigen sich gerne mit dem Computer, Tablet oder Smartphone, 69 % schauen YouTube oder DVDs.

Fast jeder hat ein Smartphone

85 % der Jugendlichen besitzen bereits selbst ein Smartphone – hier gilt je älter desto wahrscheinlicher. Denn bei den elf bis 14-Jährigen sind es 79 % und bei den 15- bis 18-Jährigen besitzen bereits 90 Prozent ein Handy.

Fernsehen verliert, You Tube gewinnt

Im Abnehmen ist die durchschnittliche Fernsehzeit der Jugendlichen: Verbrachten sie 2011 noch durchschnittlich 92,72 Minuten täglich vor dem TV-Gerät, 2017 sind es nur noch 56 Minuten. Diese deutliche Abnahme hat mit der Verbreitung von Streaming-Diensten und Internet-Plattformen wie zum Beispiel YouTube zu tun, heißt es von Seiten der Studienautoren.
Bei den Streaming-Diensten dominieren Netflix und Amazon und bei den Internet-Plattformen gibt es an YouTube kaum ein Vorbeikommen. 77 % der Befragten nennen die Videoseite als ihren Favoriten.

Lesen ist beliebt

Trotz der vielfältigen medialen Angebote ist die Lesefreude weiterhin stabil. Lasen im Jahr 2008 nur 37 % gerne oder sehr gerne sind es heuer 57 %. Mädchen lesen wie auch in den Vorjahren deutlich lieber – 69 % der Mädchen und nur 43 % der Burschen lesen gerne oder sehr gerne.

Facebook sackt ab – YouTube legt zu

Die beliebteste Internetseite von 2015 konnte 2017 sogar noch weiter zulegen. 78 % (+ 5 % im Vergleich zu 2015) der Jugendlichen nannten auf die Frage nach ihren drei beliebtesten Internetseiten YouTube. Dahinter folgt WhatsApp, Google, Instagram und nur noch 24 Prozent nennen Facebook als liebste Internetseite. Dies bedeutet ein Minus von 16 % gegenüber 2015 und sogar ein Minus von 47 % zu 2013.
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