14.12.2017, 15:33 Uhr

Lawinen: Alle zwei Jahre ein Toter in Oberösterreich

Mit dem ersten Schneefall beginnt die Saison für den Lawinenwarndienst des Landes. Eine gute Ausrüstung ist Pflicht beim Skifahren und Tourengehen. (Foto: rflgwak/panthermedia)
OÖ. Die Wintersaison hat in Oberösterreich längst begonnen, die ersten Schneeschuhwanderer und Tourengeher sind bereits im alpinen Raum unterwegs. Mit dem ersten Schneefall beginnt aber auch die Saison für den Lawinenwarndienst des Landes.
„Vor allem für Wintersportler, die Touren außerhalb der gesicherten Gebiete, im freien Gelände, planen ist es wichtig, Lawinenwarnungen zu beachten und richtig zu interpretieren. Mit auf Tour sollte auch eine geeignete Sicherheitsausrüstung sein. Die Informationen des Lawinenwarndienstes OÖ sind einfach über Internet, Apps und soziale Netzwerke abzurufen und werden auch per Newsletter zugestellt“, erklärt Landesrat Elmar Podgorschek.

Lawinenunfälle: alle zwei Jahre ein Toter

Trotz massiv steigender Zahlen bei Skitourengeher, Schneeschuhwanderer, usw. bleiben die Unfallzahlen mit tödlichem Ausgang konstant. Pro Wintersaison sind, statistisch gesehen, drei Lawinenunfälle zu verzeichnen. In den letzten drei Jahren war kein Todesopfer durch einen Lawinenabgangs zu beklagen. Im langjährigen Durchschnitt stirbt alle zwei Jahre ein Skifahrer oder Tourgeher durch einen Lawinenabgang.

Ein Muss für jeden Skitourengeher ist mittlerweile die Mindestausrüstung, die aus einem Lawinenverschütteten-Suchgerät, einer Lawinensonde und einer Lawinenschaufel besteht.
Die Ausrüstungsgegenstände sind vor allem für die überlebensnotwendige Kameradenrettung nach einem Lawinenabgang unabdingbar. Die Überlebenschance nach einer Verschüttung nimmt nach den ersten Minuten rapide ab. "Daher ist eine rasche Bergung durch anwesende Personen von größter Wichtigkeit", sagt Landesrat Podgorschek.

Video: Landesrat mit Lawinenairbag



Im Video demonstriert Landesrat Elmar Podgorschek einen Lawinenairbag, der am Rücken getragen wird. Im Falle eines Lawinenabganges wird der Airbag manuell durch einen Auslösegriff, der am Träger des Rucksackes sitzt, aktiviert. Dabei entfalten sich Kissen, die durch unterschiedliche Systeme mit Luft gefüllt werden.
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