04.04.2016, 13:31 Uhr

In OÖ wohnen die meisten Asylwerber

Landesrat Rudi Anschober (Grüne) ist Referent für Migration in Oberösterreich. (Foto: Land OÖ/ Stinglmayr)

Über 300 Gemeinden haben in Oberösterreich schon Asylquartiere geschaffen, insgesamt gibt es 492 Quartiere. Dort sind aktuell 13.750 Menschen untergebracht. Dazu kommen noch 3900 Plätze in Transitquartieren. Diese werden vom Bund aber nicht in die Quote eingerechnet.

Damit ist Oberösterreich das Bundesland mit den meisten Asylwerbern in der Grundversorgung. Dem gegenüber stehen vergleichsweise wenige Asylberechtigte (337) und Subsidiär Schutzberechtigte (172). Ein Grund dafür sei laut dem zuständigen Landesrat Rudi Anschober, dass es an den Asylbehörden einige Zeit dauere, bis die Anträge erledigt seien.

Anschober rechnet wieder mit mehr Flüchtlingen

Anschober erklärt, dass Oberösterreich bei den Asylquartierplätzen im Soll liege: "Es fehlen aktuell aber 700 – dem gegenüber stehen jedoch 300 Plätze an Leerständen in Bundesquartieren. In den kommenden Wochen werden wohl wieder mehr Flüchtlige ankommen, nachdem nach wie vor prekäre Verhältnisse in den Flüchtlingslagern der Krisenregion herrschen."

Dass Oberösterreich kein einziges Massenquartier habe, sei sehr positiv. Vor allem habe sich die Stimmung dort, wo Asylquartiere entstanden sind, gegenüber den Flüchtlingen stark verbessert. "Diese kleinen Quartiere, dezentral und flächendeckend, sind eine ideale Voraussetzung für die Integrationsarbeit", so Anschober.

Anlaufstellen für Quartiere

Für alle, die Wohnraum oder Grundstücke zur Verfügung stellen könnten, gibt es die Anlaufstelle "Zusammenhelfen in OÖ". Telefon: 0732/770993. Mehr Informationen gibt es im Internet unter http://zusammenhelfen.ooe.gv.at.
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