18.05.2018, 11:49 Uhr

Kinder- und Jugendhilfe OÖ setzt auf Prävention

Die Kinder- und Jugendhilfe OÖ unterstützt Familien in Krisensituationen. (Foto: kmiragaya/panthermedia)

In Oberösterreich leben aktuell rund 268.500 Kinder und Jugendliche. 3,3 Prozent von ihnen werden durch die Kinder- und Jugendhilfe OÖ unterstützt.

OÖ. „Je früher desto besser!“ – so einfach ist Antwort von Cornelia Leibetseder, leitender Sozialarbeiterin bei der Kinder- und Jugendhilfe OÖ, auf die Frage danach, wann ihr Einsatz – und der ihrer Kollegen – am sinnvollsten ist. Demnach versuche man heute möglichst frühzeitig mit Kindern in Kontakt zu kommen, die erste Symptome von tieferliegenden Problemen in der Familie zeigen. Das später benötigte Ausmaß an Unterstützung könne dadurch reduziert werden. Solche Symptome können beispielsweise ein abrupter Leistungsabfall oder andere Auffälligkeiten in der Schule sein. Keineswegs, so betont auch Bettina Christian, Leiterin der Gruppe „Förderung und Entlastung von Familien“, sind die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe OÖ nur für schwierige Sozialfälle gedacht. Häufig würden normale Ereignisse wie die Geburt eines Kindes, Stress und Ratlosigkeit innerhalb der Familien verursachen. Frühzeitige Beratung und Unterstüzung können auch hier spätere Probleme vermeiden helfen.

Arbeit großteils „am Schauplatz“

Rund 300 Sozialarbeiter sind für die Kinder- und Jugendhilfe in Oberösterreichs Bezirken tätig. Anlaufstellen für Eltern und Kinder sind die Magistrate und Bezirkshauptmannschaften. 80 Prozent der Arbeit findet dabei direkt bei den Betroffenen statt. „Ziel ist es“, so Landesrätin Birgit Gerstorfer, „dass die Eltern wieder in die Lage kommen, Pflege und Erziehung selbst wahrnehmen zu können.“ 40 weitere Personen arbeiten direkt für die entsprechende Abteilung der Direktion für Soziales und Gesundheit des Landes OÖ. Hier werden Leistungen wie die Eltern-/Mutterberatung oder Streetwork koordiniert. Die Kosten für die Arbeit in den Bezirken von rund 100 Millionen Euro werden von den Sozialhilfeverbänden getragen, 26 weitere Millionen kostet die Abteilung Kinder- und Jugendhilfe dem Land OÖ. 
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