22.06.2017, 13:32 Uhr

Klimaveränderung in OÖ: In Zukunft Temperaturen wie in Südspanien

Folgen des Klimawandels in OÖ: 10x soviele Hitzetage und Temperaturen wie in Südspanien (Foto: MEV)

Die Studie „Klimaszenarien für das 21. Jahrhundert in OÖ“ der BOKU Wien zeigt die verheerenden Folgen des Klimawandels.

Das Klima in Oberösterreich verändert sich laut Studie drastisch: Mitteltemperaturen könnten im ganzen Land um 6,5 Grad Celsius steigen. Linz hätte somit die gleiche Durchschnittstemperatur wie Südspanien. Die Hitzetage mit über 30°Celsius könnten sich von aktuell 10 auf rund 100 Tage in Linz verzehnfachen – mit Belastungen für Mensch, Tier, Umwelt, Materialien. Trockenperioden könnten im Extremfall bis 25 % zunehmen.

"Wenn wir jetzt nichts tun, drohen uns gegen Ende des Jahrhunderts bis zu 100 Hitzetage jährlich."
LR Anschober


Aktuelle Prognose: Hitzetage halten an – kaum Regen

In Oberösterreich sind die Prognosen von Bluesky-Wetteranalysen für die nächsten Tage eindeutig: Die meist trockene und hochsommerliche Witterung hält in den kommenden Tagen an. Der Donnerstag ist wieder überall trocken und sonnig, die Temperaturen steigen verbreitet über +30 Grad, im Zentralraum bis. ca. +33 Grad und knapp darüber. Dieser Trend hält bis inkl. Samstag an. Nach einer geringfügigen Abkühlung mit maximal kleinen Niederschlagsfeldern am Sonntag, steigen die Temperaturen in der nächsten Woche durchwegs bis 30 Grad und darüber, auch in den Nächten wird es sehr warm. Niederschläge beschränken sich auf Wärmegewitter, v.a. im Bergland und Mühlviertel – an manchen Orten fällt weiterhin kein Regen.
 
 
„Ernst gemeinter, effizienter Klimaschutz ist dringend notwendig. Die Bundesregierung hat es bisher nicht geschafft, sich auf eine Klimastrategie zu einigen - das ist leider der Inbegriff des Scheiterns der Klimapolitik."
LR Anschober

 

Erhöhte Ozonwerte in OÖ

Am Mittwoch wurde in Steyr Münichholz um 16:00 Uhr ein Spitzenwert von 174 µg/m³ erreicht. Die Ozon-Informationsschwelle liegt bei 180 µg/m³. Mehr Hitze führt auch zu steigenden Ozonwerten.
Eine Ozon-Belastung in dieser Höhe kann bei einzelnen, besonders empfindlichen Personen und erhöhter körperlicher Belastung geringfügige Beeinträchtigungen hervorrufen. Der normale Aufenthalt im Freien, z. B. Spaziergang, Baden oder Picknick, ist auch für empfindliche Personen unbedenklich. Da Ozon im Wesentlichen aus Abgasen des Straßenverkehrs gebildet wird, wird ersucht, auf nicht unbedingt notwendige Autofahrten zu verzichten und öffentliche Verkehrsmittel zu benützen.

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