09.06.2017, 12:53 Uhr

Elektro- und Batteriespezialist Kreisel expandiert nach Amerika

RLB OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller und Markus Kreisel mit dem Kult-Sportwagen EVEX Porsche 910. (Foto: RLB OÖ/Strobl)
FREISTADT. Anold Schwarzenegger hat schon einen – einen Elektro-Flitzer mit Power aus Oberösterreich. Der Freistädter Elektro- und Batterie-Spezialist Kreisel bleibt weiter am Gas. Ende April wurde ein neuer Firmenstandort in Rainbach bei Freistadt bezogen, im Sommer startet dort die Produktion von Hochleistungsbatterien. Konkret sind auch bereits Überlegungen für einen Standort in Amerika.

„Wir spüren derzeit eine große Nachfrage und ein enormes Interesse aus aller Welt“, sagt Markus Kreisel, Geschäftsführer der Kreisel Electric GmbH. „Deshalb haben wir unsere Investitionspläne noch einmal erweitert und den neuen Standort in Rainbach für über 200 Mitarbeiter geplant. Ursprünglich sind wir von 70 ausgegangen.“ Begleitet wird die Investition in Höhe von insgesamt rund 14 Millionen Euro von der Raiffeisenlandesbank OÖ.

300 Kilometer Reichweite bei 2,8 Tonnen

Der Terminator hat bei Kreisel im oberösterreichischen Mühlviertel eine Mercedes G-Klasse elektrifizieren lassen. Das besondere Know-how der innovativen Köpfe aus Oberösterreich umfasst dabei vor allem die Herstellung von Akkupacks, deren Verbindungs- und Kühltechnik, sowie die Produktion entsprechender Antriebsstränge. Aktuell laufen 42 Entwicklungsprojekte - insbesondere mit der Autoindustrie, darunter fast alle namhaften Hersteller aus Europa, USA und Asien.

Kreisel: „Der Vorteil unserer Akkupacks liegt in den günstigeren Herstellungskosten bei gleichzeitig höherer Effizienz und Leistung, was Reichweiten und Ladezeiten bei Autos betrifft.“ Der Kostenvorteil liege bei rund 30 Prozent, innerhalb von rund 25 Minuten werde ein Batterieladestand von 80 Prozent erreicht. Schwarzeneggers Mercedes schafft beispielsweise realistische 300 Kilometer bei einer Leistung von 490 PS und einem Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen.

Expansionsschub in Amerika

Diese technologischen Besonderheiten kommen auch bei Batteriezellen für Energie-Speichersysteme für die Industrie sowie private Haushalte zum Tragen. Und sie sorgen für den nächsten Expansions-Schub. Kreisel plant einen US-Standort. „Vorerst planen wir einen Vertriebs- und Entwicklungsstandort in Kalifornien. Produktionsstandorte sind für einen späteren Zeitpunkt geplant, hier sind wir bereits mit diversen US-Bundesstaaten in Kontakt“, erläutert Markus Kreisel.
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