09.11.2016, 14:30 Uhr

Lärm ist ein großer Stressfaktor

Lärmbelästigung: Wann war es zuletzt in Ihrer Umgebung so richti leise? (Foto: nastia1983/Fotolia.com)

Chronischer Lärm belastet Körper uns Seele

Lärmbelästigung durch nahen Großverkehr, Baustellen oder im Beruf kann sehr unangenehme Nebeneffekte haben. Neuen Erkenntnissen zufolge begünstigt eine solche Belastung möglicherweise sogar Fettleibigkeit. Zurückzuführen ist das auf den Stress, der durch den Lärm ausgelöst wird. Der Körper glaubt dann, sich auf eine Krise vorbereiten zu müssen, und legt sich als Schutz rund um den Bauch mehr Fett an als sonst. Wenn man aufgrund der Wohnsituation Lärm ausgesetzt ist, kann dies auch Schlafprobleme heraufbeschwören. Je ausgeprägter der Lärm, desto stärker wirkt er sich aus, besonders schlimm ist eine Mehrfachbelastung durch Autos, Züge und Co.

Herz-Kreislauf-Erkrankung

Lärm stellt außerdem einen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Er löst Stressreaktionen aus. Hormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden verstärkt gebildet. Das lässt den Blutdruck steigen, die Herzfrequenz wird beschleunigt und die Blutgerinnung aktiviert. Je länger ein Mensch in zu lauter Umgebung lebt, desto größer wird sein Risiko für gesundheitliche Probleme. Interessant ist, dass wir uns an Lärm nicht anpassen können. Lärm wirkt auch unterbewusst, etwa im Schlaf.

Bewusst leiser werden

Bei Lärm ist man häufig nicht nur Betroffener, sondern auch Verursacher. Es empfiehlt sich daher, für kurze Strecken nicht das Auto, sondern das Rad zu nehmen. Oft helfen schon einfache Maßnahmen, etwa Rasenmähen oder ähnliche laute Aktivitäten nur auf Werktage zu beschränken und die Stereoanlage wie auch den Fernseher und andere Geräte auf Zimmerlautstärke zu stellen.

Mehr zu Lärmschäden lesen Sie hier.

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