07.06.2018, 09:00 Uhr

Raus aus der nassen Badehose

Bakterien und verschiedene andere Erreger in Harnröhre oder Blase machen den Gang zur Toilette zur Qual. (Foto: Sergiy Serdyuk / Fotolia)

Harnwegsinfekte: Wenn es beim Wasserlassen schmerzhaft brennt

"Zieh die nasse Badehose aus, sonst bekommst du eine Blasenentzündung." Diesen Satz hat wohl jeder schon als kleines Kind von der Mutter zu hören bekommen. Die typischen Symptome sind vermehrter Harndrang und ein schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen. Von einem Harnwegsinfekt spricht man, wenn Keime – meist Escherichia-coli-Bakterien – oder andere Erreger in die Harnröhre oder Blase gelangen. Ein geschwächtes Immunsystem oder Unterkühlung erhöhen das Risiko einer Blasenentzündung. Frauen sind weitaus häufiger betroffen als Männer.

Frauen ziehen den Kürzeren

Der Grund: Aufgrund ihrer deutlich kürzeren Harnröhre können Bakterien bei Frauen leichter in die Harnblase aufsteigen und sich dort vermehren. Wird die Infektion nicht rechtzeitig behandelt, können die Keime bis zu den Nieren vordringen und zu einer fiebrigen Nierenbeckenentzündung führen. Viel trinken ist der beste Schutz vor einem Harnwegsinfekt. Durch häufiges Urinieren werden Bakterien besser ausgeschieden. Auch nach dem Geschlechtsverkehr empfiehlt sich der Gang zur Toilette, um etwaige Erreger auszuschwemmen. Preiselbeerpräparate sind ebenfalls eine gute Waffe gegen Harnwegsinfekte, da sie den Keimen das Anhaften in Harnröhre und Blase erschweren. Und wer meint, sich durch intensive Intimhygiene schützen zu können, irrt. Der übertriebene Einsatz von Hygieneprodukten kann die Schutzflora des Genitalbereiches zerstören und Infekte sogar begünsigen.

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