15.06.2017, 08:00 Uhr

Schuppenflechte tut auch der Seele weh

Lassen Sie sich Ihr Strahlen nicht nehmen! (Foto: drubig-photo - Fotolia.com)

Menschen mit Schuppenflechte leiden oft doppelt. Neben den körperlichen Beschwerden klagen viele Patienten auch über psychische Probleme.

Bei Schuppenflechte erneuert sich die Haut nicht so wie üblich alle 28 Tage, sondern binnen kürzester Zeit. Das wiederum führt zu einem Überschuss an abgestorbener Haut. Es bilden sich für das Krankheitsbild typische Rötungen und silbrig-weiß-glänzende Schuppen. Viele Betroffene schämen sich damit in die Öffentlichkeit zu gehen und meiden folglich den Kontakt zu anderen.

Soziale Ausgrenzung

Ist die Haut für alle sichtbar geschädigt, verursacht das für den Betroffenen selbst Stress. Viele Menschen mit Schuppenflechte geben sogar an, dass sie aufgrund ihrer Hautkrankheit von ihren Mitmenschen gemieden werden. Die Folgen dieser Belastung sind immens und können sich in Form von Schlafstörungen und Depressionen bemerkbar machen. Stress kann wiederum einen Krankheitsschub auslösen, wodurch häufig ein Teufelskreislauf in Gang gesetzt wird.

Mit der Krankheit leben lernen

Um die Abwärtsspirale zu durchbrechen ist es wichtig, dass die Patienten neben der medizinischen Hilfe auch eine psychologische Unterstützung erfahren. Entscheidend dabei ist es, feste Entspannungszeiten in den Alltag zu integrieren. Autogenes Training und Meditation sind gute Maßnahmen zur Stressbewältigung.

Einen Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten finden Menschen mit Schuppenflechte auch in Selbsthilfegruppen. Gemeinsame Schicksale wirken nicht nur verbindend, sondern nehmen der Krankheit auch einen Teil ihrer Schwere. Nicht zuletzt kann eine Psychotherapie dabei helfen, alte Glaubenssätze über Bord zu werfen. Patienten lernen bei diesem Prozess alte Überzeugungen das eigene Aussehen betreffend los zu lassen und mit dem Selbstbild Freundschaft zu schließen.

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Franz S. Sommeregger aus Flachgau | 19.06.2017 | 13:42   Melden
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