08.09.2017, 11:00 Uhr

Unterzucker: Notfall-Hilfe für Diabetiker

Der Blutzucker ist bei Diabetes normalerweise zu hoch - bei einer Insulintherapie kann er aber auch gefährlich niedrig werden. (Foto: vchalup / Fotolia)

Wenn der Blutzucker aus dem Gleichgewicht gerät und eine Insulintherapie notwendig wird, bietet das auch Risiken - und manchmal sind Diabetiker dann auf fremde Hilfe angewiesen.

Die Hypoglykämie (Unterzucker) tritt beispielsweise dann auf, wenn die Insulindosis schlecht angepasst ist oder eine Mahlzeit ausgelassen wurde. Auch körperliche Betätigung und Alkohol können dazu führen, dass das Insulin mehr Zucker im Blut abbaut, als eigentlich nötig wäre. Wird nicht rechtzeitig gegengesteuert, kann der Diabetiker oder die Diabetikerin das Bewusstsein verlieren.

Wie helfen?

Wenn Betroffene noch dazu in der Lage sind, sollten sie etwas Traubenzucker essen oder süße Getränke wie Apfelsaft oder Cola trinken - jedoch keine Light-Versionen davon. Kollabiert ein Diabetiker, ist rasches Handeln angesagt: Der Notarzt muss verständigt werden und der Bewusstlose muss in die stabile Seitenlage gebracht werden. Bei Bewusstlosigkeit dürfen Ersthelfer nie versuchen, dem Betroffenen Getränke einzuflößen. Wer einen Diabetiker kennt, sollte sich für Notfälle auch in die Verwendung eines Glukagon-Notfall-Sets einschulen lassen. Wird Glukagon unter die Haut oder in den Muskel gespritzt, steigt der Blutzuckerspiegel wieder auf ein normales Niveau an.

Unterzucker erkennen

Eine Hypoglykämie äußert sich durch Schweißausbrüche, Zittern und Herzklopfen, oft macht sich zeitgleich auch ein Hungergefühl bemerkbar. Im Gehirn kann der Zuckermangel unter anderem Bewegungs-, Seh- und Sprachstörungen sowie Verwirrtheit auslösen. Diabetiker können einem Unterzucker vorbeugen, indem sie regelmäßig ihren Blutzuckerspiegel messen und über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten essen. Immer etwas Traubenzucker bei sich zu haben, ist bei einer Insulintherapie ebenfalls sinnvoll.

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