16.11.2016, 07:00 Uhr

Wenn Schmerzen außer Kontrolle geraten

Mutmachend für Betroffene: Chronische Schmerzen sind behandelbar. (Foto: Kurhan_Fotolia - Fotolia.com)

Schmerzen sind wie ein Frühwarnsystem des Körpers. Sie sind eine nützliche Reaktion auf bedrohliche Reize. Bei chronischen Schmerzen gerät das die körpereigene Alarmanlage außer Kontrolle.

Unser Körper ist mit kleinen Antennen ausgestattet, die auf Schmerzen reagieren. Diese sogenannten Schmerzrezeptoren springen beispielsweise an, wenn wir auf eine heiße Herdplatte greifen. Das Besondere dabei: Schmerzantennen haben eine enorme Merkfähigkeit. Dauert die Schmerzbelastung an, entwickeln die sensiblen Antennen ein Schmerzgedächtnis. Oft reichen dann schon leichte Berührungen, Wärme oder Dehnungen aus, um Schmerzen auszulösen.

Schmerzgedächtnis löschen

Die Therapie von chronischen Schmerzen zielt darauf ab, die Inhalte des Schmerzgedächtnisses gänzlich zu löschen. Vergleichbar mit einer Schultafel. Es gilt, alte Informationen zu löschen und mit neuen zu überschreiben. So gelingt es, die Nervenzellen neu zu programmieren.

Therapie ist möglich

Dazu ist es notwendig, den Teufelskreis von Schmerzerfahrung, Anspannung und Angst vor neuen Schmerzen zu durchbrechen. Dies erfolgt mithilfe von Schmerzbewältigungs-, Entspannungs- und Bewegungstraining. Auch physiotherapeutische und psychologische Maßnahmen können hilfreich sein. Ein Detail am Rande: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass alleine die wachsende Hoffnung auf Heilung die Ausschüttung von Glückshormonen aktiviert und so die Schmerzhemmung des Körpers stimuliert.

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