13.04.2016, 08:00 Uhr

Zecken: Welche Krankheiten übertragen sie?

Zecken lauern unter anderem auf Wiesen und im Dickicht der Wälder. (Foto: stockWERK - Fotolia.com)

Zecken haben in Österreich bereits seit längerem Hochsaison. Sie übertragen nicht nur FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), gegen die es eine präventive Impfung gibt, sondern auch Borreliose.

Die Zecke, auch als gemeiner Holzbock bezeichnet, lauert nicht nur auf Wiesen und in Wäldern, sondern auch in städtischen Parkanlagen und auf urbanen Grünflächen. Die Spinnentiere können mit einem einzigen Stich schwere Krankheiten beim Menschen verursachen.

Schutz vor FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, wird durch Viren übertragen, die über den Speichel der Zecke ins menschliche Blut gelangen. Die Erkrankung kann zu schweren Behinderungen oder sogar zum Tod führen. Den einzigen Schutz vor FSME bietet die Impfung, die nach absolvierter Grundimmunsierung alle 5 Jahre aufgefrischt werden sollte.

Das Problem: wirklich jeder einzelne muss selbst dafür Sorge tragen, nicht zu erkranken. Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen wie Masern, bei der bei hoher Durchimpfungsrate eine gewisse Herdenimmunität besteht, nützt dies bei FSME nichts. Die Krankheit wird ausschließlich von der Zecke auf den Menschen übertragen - und die Zecke kann nicht ausgerottet werden.

Heimtückische Borreliose

Borreliose wird von Bakterien ausgelöst und tritt wesentlich häufiger auf als FSME. Ein erstes typisches Symptom der Krankheit ist ein roter Hautausschlag um den Zeckenstich (Erythema migrans oder Wanderröte), der sich nach außen hin ausbreitet. Bei rascher Behandlung mit Antibiotika können sich die Erreger nicht im Körper verteilen, bei zu später Diagnose richten sie teils erheblichen Schaden, z.B. in Form von neurologischen, Herz-Kreislauf- oder Muskelproblemen an. Gegen Borreliose gibt es keine Vorsorgemaßnahmen.

Mehr zum Thema "Zecken - Die wichtigsten Fragen und Antworten" finden Sie hier.

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