02.11.2016, 07:00 Uhr

Vaseva: "Songschreiben ist ein bisschen wie Hausbauen"

Maria und Severin Posch sind seit 2009 unter dem Namen Vaseva gemeinsam musikalisch unterwegs. (Foto: Peter Walde und Lukas Klestil)

"Tales Of Time" heißt die neue EP der Innsbrucker Band Vaseva – ein passender Anlass für ein Gespräch mit den beiden Mitgliedern Maria und Severin Posch.

Ihr bezeichnet eure Musik selbst als "Desert Pop Alternative Rock" – was können sich unsere Leser darunter vorstellen?
VASEVA: Wir versuchen eine gesunde Mischung aus den genannten Begriffe zu finden um unseren eigenen Sound daraus zu kreieren. Ein bisschen Pop, etwas Rock’n’Roll, zum Schluss etwas Dreck, Sand und Melancholie – daher die Wüste (engl. "desert", Anm. d. Red.).

Ihr seid Cousin und Cousine. Geht man da in der Band anders miteinander um als mit Freunden?
"Ja, das könnte durchaus sein. Wir sind aufgewachsen wie Geschwister und deshalb kennen wir uns sehr gut. Ich denke, wir können uns daher gegenseitig sehr gut einschätzen und auf Schwächen, Launen oder Vorlieben eingehen."

Haben es Tiroler Bands schwerer, in der Musikszene Fuß zu fassen, als Bands aus anderen Bundesländern?
"Im Hier und Jetzt, glauben wir, ist es nicht so wichtig, woher man kommt. Früher vielleicht, das können wir aber nicht beurteilen. Man spürt in Österreich zur Zeit allgemein eine vermehrte Aufmerksamkeit heimischen Bands gegenüber, was absolut berechtigt ist, da wir gute Musik und Musiker haben. In Tirol an sich tut sich viel. Inzwischen sind Bands wie etwa ,Mother's Cake' oder ,White Miles' weit über die Grenzen hinaus bekannt. Hingabe und Fleiß werden belohnt, egal aus welcher Ecke der Welt man stammt."

Ihr habt eine EP mit fünf Songs herausgebracht. Worum geht’s in den Songs?
"Wir haben die letzten zwei Jahre unseres Lebens vertont. Es sind Geschichten und Situationen, die wir erlebt haben. Musik ist für uns ein Ventil und ein Tagebuch zugleich, um unseren Gedanken und auch Emotionen freien Lauf zu lassen."



Wie läuft das Songwriting bei euch ab? Streitet ihr da auch ab und zu?
"Wir schreiben getrennt und doch gemeinsam. Marias Part sind die Texte und Melodien, ich schreibe die Musik und mache das Arrangement. Ein Song von uns entsteht auf der Basis einer instrumentalen Idee, je nach Aussage, Stimmung und auch eigenem Zustand kommen Melodie und Text dazu. Danach wird das Ganze gemeinsam abgerundet und abgeschlossen. Dann ist ein Vaseva-Song fertig; es ist ein bisschen wie Hausbauen."

Wer hat die Songs produziert und in welchem Studio habt ihr aufgenommen?
"Wir haben mit Florian Glaszer als Produzent zusammengearbeitet. Florian hat uns durchaus sehr viel weitergebracht und wir sind sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Aufgenommen wurde alles in seinem Wild Dog Music-Studio in Wien."

Wie lange habt ihr an der EP gearbeitet?
"Begonnen haben wir mit den Demos vor zwei Jahren. Nach einigen Proben im Studio begann der Aufnahmeprozess dann ein halbes Jahr später im April 2015. Bis alles fertig war, haben wir sehr viel Zeit und Leidenschaft in dieses Projekt investiert und daher liegt es uns sehr am Herzen."

Zur Sache: Vaseva

Die beiden Innsbrucker Maria und Severin Posch gründeten Vaseva im Jahr 2009. Bald darauf brachten sie eine erste Demo-CD heraus und bekamen einen Newcomer Slot am Frequency 2011. 2012 veröffentlichten Vaseva die zweite EP "Light & Shadow". Die Single-Auskopplung "A Million Kisses" wurde 2013 als Soundtrack für eine Werbekampagne einer Gewinnspiel-Plattform ausgewählt. 2015 starteten die Aufnahmen zum Debüt-Album "On Time". Auf der neuen EP "Tales Of Time" sind fünf neue Songs zu hören. Mehr Infos und Konzerttermine finden Sie hier: Vaseva auf Facebook
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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 02.11.2016 | 08:16   Melden
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