17.01.2018, 14:45 Uhr

KOMMENTAR: Über die "neue" Gerechtigkeit und die Arbeiter vom Weinberg

Das Weinberggleichnis hat auch bedeutende Künstler wie Rembrandt inspiriert: In diesem Werk aus dem Jahre 1637 wird die Bezahlung der Arbeiter dargestellt. (Foto: Rembrandt/C0)

Im vergangenen Wahlkampf hat der Begriff Gerechtigkeit eine zentrale Rolle gespielt. Soziale Gerechtigkeit ist für Sebastian Kurz, wenn der, der arbeitet, nicht der Dumme ist und denen, die wirklich Hilfe brauchen, geholfen wird. Doch wird die aktuelle Gerechtigkeitsdebatte der Komplexität des Begriffs tatsächlich gerecht?

Der Begriff der Gerechtigkeit hat Hochkonjunktur. Sebastian Kurz spricht von "neuer Gerechtigkeit". Doch was ist Gerechtigkeit eigentlich? Philosophen beschäftigt diese Frage schon mindestens seit der Antike. Auch die Bibel hat sie zum Thema: Im Weinberggleichnis (Neues Testament) rekrutiert ein Weinbergbesitzer Arbeiter. Sie vereinbaren als Tageslohn ein Silberstück, also das, was eine Familie für einen Tag benötigt. Nicht alle arbeiten gleich viele Stunden. Dennoch erhält jeder den gleichen Lohn. Die länger Arbeitenden protestieren. Ist das gerecht?

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Alfred Kafka aus Penzing | 17.01.2018 | 20:39   Melden
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