07.11.2016, 14:29 Uhr

Firmen-Weihnachtsfeier: Was man darf und was nicht

„Das Ziel von Netzwerken und Beziehungspflege ist es, für andere einen Mehrwert zu erbringen", so Mayer über Sinn und Zweck des Networkings. (Foto: BNI/Martin Lifka)

Die Vorweihnachtszeit nähert sich und mit ihr die Saison der betrieblichen Weihnachtsfeiern. Für Mitarbeiter bietet sich so ein Fest gut zum Netzwerken an. Wie man das am besten anstellt, ohne ins Fettnäpfchen zu treten, verrät Networking-Experte Michael Mayer.

ÖSTERREICH. Erfolgreiches Netzwerken beginnt schon bei der Sitzordnung. Tipp Nummer eins lautet daher: nicht immer zu den gleichen Kollegen setzen, denn so verpasse man laut Michael Mayer, Nationaldirektor für Österreich und Deutschland des internationalen Unternehmernetzwerks Business Network International (BNI), die Chance, sein persönliches Netzwerk zu erweitern.

Unkonventioneller Smalltalk

Statt zu warten, bis man selbst angesprochen wird, ergreift man beim Netzwerken die Initiative besser selbst. Dabei muss der Einstieg ins Gespräch nicht immer über das klassische Smalltalk-Thema Wetter erfolgen, sondern darf gern auch origineller sein. Nachdem man sich selbst vorstellt, könne man dem gegenüber unkonventionelle Fragen stellen. "Ich habe kürzlich von Ihrem Projekt gehört, das ich persönlich sehr spannend finde. Können Sie mir mehr darüber erzählen", schlägt Mayer vor. "Auch mit offen gehaltenen W-Fragen können interessante Gespräche entstehen, etwa: 'Was waren Ihre drei besten beruflichen Momente in diesem Jahr?'"

Ehrlichkeit währt am längsten

Um einen guten Eindruck bei Vorgesetzten zu hinterlassen, bleibt es am besten bei einem lockeren Plausch. Auf andere zuzugehen und sich für sie zu interessieren, kommt gut an, weiß Mayer. "Bleiben Sie entspannt! Denn wer verbissen an die Karriere denkt, strahlt das auch aus", so der Netzwerk-Experte. Bei allen Tipps sollte man sich vor allem eines zu Herzen nehmen: "Bleiben Sie authentisch." Sich selbst treu zu bleiben und ehrliches Interesse am Gegenüber, währen länger und nachhaltiger, ist Mayer überzeugt.

Die Don'ts

Die Weihnachtsfeier ist nicht der Zeitpunkt, um eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderung anzusprechen, denn das sei unpassend. Eine Weihnachtsfeier kann sogar nach hinten losgehen, wenn man Grenzen nicht einhält. Dazu gehört laut Mayer das eine Glas Wein oder Bier zu viel. Männer sollten nicht vergessen: "Frauen gehen nicht hin, um angebaggert zu werden."

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Zoltán Odri aus Josefstadt | 07.11.2016 | 15:00   Melden
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Alfred Kaipel aus Floridsdorf | 07.11.2016 | 22:08   Melden
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