01.04.2016, 18:37 Uhr

Gesunder Job statt Frühpension

Unter den Erwerbstätigen nimmt der Anteil der Älteren stark zu. (Foto: MEV Verlag GmbH)

Immer mehr Ältere am Arbeitsmarkt sorgen für Herausforderungen.

ÖSTERREICH. Unter den Erwerbstätigen nimmt der Anteil der Älteren stark zu. So ist die Zahl der unselbstständig Erwerbstätigen, die über 50 Jahre alt sind, seit 2005 um 65 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Die Gesamtzahl der unselbstständig Erwerbstätigen stieg um nicht einmal ein Zehntel.

Potenzial Älterer nutzen

"Für Betriebe wird es daher immer wichtiger, das Potenzial älterer Arbeitnehmer zu nützen", sagt Helmut Mahringer, Arbeitsmarktexperte beim Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) im Gespräch mit unserer Zeitung. Gesundheitsprävention, Weiterbildung und Anreize sowohl für Arbeitnehmer als auch für Betriebe seien zentral, um Ältere länger im Erwerbsleben zu halten, so Mahringer. "Ältere haben oft stabilere Jobs. Aber wenn sie arbeitslos werden, dann bleiben sie es auch eher", so der WIFO-Experte. Es sei wichtig Arbeitslosigkeit vorweg zu verhindern. Die Gesundheit spielt dabei eine große Rolle. "Beim Gesundheitsschutz und der Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze bedarf es noch Verbesserungen", so Mahringer. Als Vorbild nennt er Skandinavien. 2014 lag die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen in Schweden laut OECD bei 74 Prozent. In Österreich betrug sie 45 Prozent.

Den Arbeitsplatz fit machen

Doch gebe es in Österreich Initiativen in die richtige Richtung, so Mahringer. Die Gesundheitsberatung Fit2work etwa bietet Berufstätigen, Arbeitslosen und Selbstständigen sowie Betrieben Beratung an. Ziel ist es, Lösungen bei Gesundheitsproblemen zu finden oder Unterstützung bei der Wiedereingliederung nach längerem Krankenstand zu bieten. Häufigste Ursache für Krankenstände seien laut Fit2work psychische Erkrankungen.
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