17.01.2018, 16:28 Uhr

Täglich frisches Fleisch und Gemüse: so Barfen Sie ihren Vierbeiner richtig

(Foto: Renate Wieser)

Hunde sind, ähnlich wie wir Menschen, Allesfresser. Diese Eigenschaft haben sie von ihren Vorfahren, den Wölfen, geerbt. Auf diese Vorfahren zurückzuführen ist auch die gerade populäre Art der Hundeernährung, das Barfen.

Kaum eine Art der Hundeernährung bekam in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit wie das Barfen. Hartnäckig hält sich bei vielen Hundebesitzern aber nicht nur die Begeisterung über den Trend, sondern auch die Angst vor dem Umstieg.
Martina Tuscher, Ernährungsberatin für Hunde und Inhaber von „roh macht froh“ verrät wie der Umstieg zum Barfen erfolgreich gelingt und Hund und Herrl bestmöglich davon profitieren.



Richtig Barfen – So gelingt der Umstieg

Viele Hundebesitzer fürchten sich vor dem großen Aufwand des Barfens. Täglich frisches Fleisch und Gemüse kaufen, die richtige Fleischsorte für finden, Fütterungspläne erstellen… Barfen hört sich auf den ersten Augenblick nach unheimlich viel Arbeit an.

Wie bereite ich Futter fürs Barfen vor?
Martina Tuscher empfiehlt, „man kann auf jeden Fall vorbereiten und muss nicht jeden Tag frisch füttern. Gemüse kann man vorkochen, pürieren oder kurz angedünstet zerstampfen, damit der Hund es auch verwerten kann“. Auch frisches Fleisch kann einige Tage in einer offenen Schüssel im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Futter fürs Barfen kann man ganz einfach am Wochenende vorkochen und in Portionen einfrieren. Natürlich ist es immer gut, „ein paar Tropfen Öl dazu zu geben oder frische Kräuter unter zu mischen“.

Wie sieht es mit der ausreichenden Nährstoffversorgung aus?
Ein erwachsener, gesunder Hund sollte ca. 70 Prozent Proteinanteil mit Fleisch, Knochen zu sich nehmen und 30 Prozent Kohlenhydratanteil fressen. Hier ist zu beachten, dass die Kohlenhydrate in Form von Gemüsen und nicht von Getreide gegeben werden sollten.

Wenn man seinem Vierbeiner beim Barfen Getreide füttern will, soll dies in Form von Quinoa, Amaranth, Buchweizen oder Hirse geschehen. Konventionelles Getreide ist nicht gesund und führt oft zu Verdauungsproblemen bei den geliebten Vierbeinern.

Wie komme ich zum Fleisch?
Mittlerweile gibt es, vor allem in größeren Städten, genügend Barf-Shops oder Fleischerein, die sich in diese Richtung der Ernährung für den Hund orientieren. Man könne mittlerweile sogar Fleisch bequem übers Internet bestellen.
Preislich würde sich laut Tuscher das Barfen nicht großartig von hochqualitativem konventionellen Füttern unterscheiden.

Wie abwechslungsreich sollte ich meinen Vierbeiner füttern?
Entgegen vieler verschiedener Meinungen muss an Fleischsorten nicht immer abgewechselt werden. Damit es für die Verdauung des Hundes nicht zu anstrengend wird, kann man „kontinuierlich zwischen vier und sieben Tagen ziemlich die gleiche Fleischsorte füttern“. Am Besten funktioniert das Barfen, wenn man bei Fleisch sowie Gemüse immer neue Komponenten hinzufügt und „beobachtet, ob der Hund es verträgt und auch gerne mag“. Wichtig ist es, gerade bei der Umstellung auf das Barfen, noch keine Innerein zu geben, da diese für den Hund schwer verträglich sein können.

Grundsätzlich rät die Expertin, die Ernährung individuell an den eigenen Hund anzupassen und ein Gespür dafür zu entwickeln, was dem treuen Begleiter bekommt. 

» Mehr zum Thema Hundeernährung gibt es HIER 


+ Mehr Informationen zum Thema Urlaub mit Hund gibt's auf Pfotencheck.at. Hilfreiche Tipps und Tricks rund um die Hundehaltung findet man auf dieHundezeitung.com
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