19.05.2017, 09:43 Uhr

Maja, erzähle uns von dir!

"Bienen brauchen Profis", so das Motto von Maximilian Marek, Direktor der steirischen Imkerschule. "Imkersein will gelernt sein." (Foto: KK)

Bienenzucht ist mehr als nur ein Hobby. Davon können die steirischen Imker ein Lied summen.

Am Ende stehen der Frühstückshonig, die Seife oder gar der Met. Doch bis es dazu kommt, werden die fliegenden Rohstofflieferanten der Redewendung "fleißig wie eine Biene" mehr als gerecht. Wie in einem Bienenstock geht es derzeit rund um die steirische Imkerschule zu. "Wir sind gerade dabei, wieder neue Imker auszubilden und ganz nebenbei ist der Frühsommer für die Bienen und damit auch für uns die 'Hauptsaison'", erklärt Maximilian Marek, mit Leib und Seele Imker und Leiter der steirischen Imkerschule.

Gesucht: geschulte Imker

Die Ausbildung neuer Imker liegt dem Experten sehr am Herzen, denn "Bienen brauchen Profis. Sich einfach ein paar Stöcke daheim aufzustellen und sich in die Bienenzucht stürzen, funktioniert nicht", warnt Marek. "Ich empfehle allen, Kurse über den richtigen Umgang mit Bienen, das Qualitätsmanagement bis hin zur Bienengesundheit zu besuchen." So einfach ist das mit den Blumen und den Bienen dann also doch wieder nicht. "Nicht selten erreichen uns Anrufe von verzweifelten Züchtern, denen ihr Schwarm ausgebüxt ist", schmunzelt Marek. Zurück zum Hochbetrieb. Ein geschulter Imker begleitet seine Bienen das ganze Jahr über: Im Frühjahr, in der Vermehrungszeit, ist die Gefahr, dass der Schwarm ausbricht, am größten. Im Juni kommen die Bienen mehr zur Ruhe, sie konzentrieren sich aufs
Honigsammeln, wobei die Bienen einen Großteil des produzierten Honigs selbst benötigen, nur der Überschuss bleibt dem Imker. Nach der Ernte wird es ruhiger und es geht ans Einwintern.

Pro Jahr sterben übrigens 15 Prozent des Bestands der Bienenvölker. "Das ist der natürliche Selektionsdruck und ganz normal", betont der Imker. Herausragend war leider der Jahrgang 2014/15, wo doppelt so viele Bienen verendet sind. "Da haben dann ganz viele gemeint, sie werden jetzt schnell Imker, um das Bienensterben zu verhindern", erinnert sich Marek. Dabei kann jeder einzelne schon was machen, indem Blühmischungen ausgesät werden und einfach weniger gemäht wird. Und mit Nachdruck: "Was wir auf alle Fälle brauchen, sind gute Imker – und Imkerinnen", animiert Marek.
Ortswechsel: Von der "Zentrale" in der Imkerschule geht es direkt zu ...


Kontakt:
Steirische Imkerschule
An der Kanzel 41
8046 Graz
www.imkerzentrum.at

Mehr zum Thema der Woche aus den Bezirken HIER.
4
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentarausblenden
603
Klaus Seidl aus Südoststeiermark | 19.05.2017 | 11:48   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.