07.11.2017, 14:00 Uhr

Mieten müssen günstiger werden

Für leistbare Wohnungen: AK-Präsident Josef Pesserl (Foto: Oliver Wolf)

Eine Studie von Integral Markt- und Meinungsforschung an 1.000 Interviewten legte im September offen: Die Hälfte der Befragten muss sich einschränken, um sich das Wohnen leisten zu können.

Grund dafür sind die hohen Mietpreise. So sind ein Drittel der rund 537.000 steirischen Wohnungen Mietwohnungen, wobei in Graz etwa die Hälfte der Bevölkerung in Miete lebt. Knapp die Hälfte aller Mietwohnungen werden privat vergeben, 40 Prozent werden von Genossenschaften und elf Prozent von Gemeinden zur Verfügung gestellt. Damit ergeben sich auch ganz unterschiedliche Quadratmeterpreise, die von 5,8 Euro bis zu 7,9 Euro im privaten Bereich reichen. Auch Befristungen sowie die weit über der Inflation liegenden Mietpreiserhöhungen ließen Mietpreise in die Höhe schnellen.

Die Arbeiterkammer fordert


"Der freie Markt treibt die Mietpreise nach oben", stellt AK-Präsident Josef Pesserl fest, "deshalb gibt es den massiven Wunsch der Bevölkerung, dass der Staat das Wohnen finanzierbar macht." Die Arbeiterkammer schlägt daher ein Maßnahmenbündel vor, das eine Forcierung von sozialem und genossenschaftlichem Wohnbau vorsieht. Weiters wird ein neues Mietrecht mit Basishauptmietzins, begrenzten Entgelten für vermietetes Inventar, Verbot von befristeten Mietverträgen (außer bei Eigenbedarf) und Sanktionen bei gesetzwidrig überhöhten Mieten gefordert. Eine Senkung der Betriebskosten und die Bezahlung der Maklerprovision durch den Besteller schließen die möglichen Erleichterungen ab.
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