14.05.2018, 11:26 Uhr

Paradiesische Zeiten brechen jetzt an

Die Gartenexpertin Angelika Ertl-Marko gibt Tipps, damit die Paradeiser auch wirklich paradiesisch gedeihen. (Foto: Martin Wiesner)

Der Paradeiser ist eine der wichtigsten Gemüsepflanzen. Die Beere, die sie botanisch gesehen ist, hat aber andere Ansprüche, als die letzten Jahrzehnte gelehrt wurde. Ich selbst habe noch gelernt, dass sie viel Dünger und Wasser braucht.

Grundsätzlich liebt sie das Wasser, aber sie muss es sich durch die Wurzeln holen, die bis zu zwei Meter tief in den Boden reichen können. Zudem kann sie ihre Wurzeln hundert Meter weit ausstrecken, damit sie Wasser bekommt, denn sie ist eine Wüstenbewohnerin aus Südamerika. Ich habe sie auf meinen Reisen in den trockensten Gebieten entdeckt. Danach habe ich beschlossen, sie kaum zu gießen. Als Wachstumsstart gebe ich ihr Brennessel-
blätter in das Pflanzenloch und dann nur gießen, solange sie klein ist, damit sie anzwurzeln kann.

Nur wenn die Paradeiser morgens durstig aussieht, dann sollte man gießen. Auch bevorzugt sie ein Dach über dem Kopf und sobald sie größer wird, einfach die Gießabstände verlängern, aber keinesfalls nach 15 Uhr gießen. Über die Blätter soll dabei kein Wasser kommen, sonst bekommt sie Braun- und Krautfäule. Gießt man wenig, bekommt man süßere Früchte und Krankheiten habe keine Chance. Im Topf muss sie natürlich gegossen werden. Weltweit gibt es ungefähr 3.000 Sorten.

Ihre Angelika Ertl-Marko

Service-Angebot von „Natur im Garten“ Steiermark:
Kostenlose Beratung am Gartentelefon Steiermark 03334/31 700 oder unter naturimgarten@oekoregion-kaindorf.at

» Alle Tipps von Angelika Ertl finden Sie gesammelt unter meinbezirk.at/angelika-ertl

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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 14.05.2018 | 12:35   Melden
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